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Ausschreitungen

Molotowcocktails gegen Wasserwerfer – Demos in Tirana eskalieren

Molotowcocktails gegen Wasserwerfer – Demos in Tirana eskalieren
Foto: EPA/MALTON DIBRA
2 Min. Lesezeit |

Tirana brennt: Molotowcocktails, Wasserwerfer und rund 300 Verletzte – Albanien erlebt eine der schwersten Nächte seit Jahren.

In der albanischen Hauptstadt Tirana ist es am Montag zu schweren Ausschreitungen im Zuge regierungskritischer Demonstrationen gekommen. Protestierende gingen mit Molotowcocktails, Feuerwerkskörpern und Steinen gegen die Einsatzkräfte vor, die ihrerseits Wasserwerfer einsetzten. Müllcontainer wurden in Brand gesteckt, Bereitschaftspolizisten rückten durch die Straßen vor.

Die Demonstrationen richten sich gegen Korruption, fordern bessere Bedingungen an den Universitäten und verlangen den Rücktritt von Ministerpräsident Edi Rama. Laut offiziellen Angaben wurden bei den Zusammenstößen rund 300 Personen verletzt – mehr als die Hälfte davon Polizisten.

Ramas klare Ansage

Die Auseinandersetzungen zwischen Demonstrierenden und Polizei nahmen in Tirana ein Ausmaß an, das die Behörden vor erhebliche Herausforderungen stellte. Während Protestierende Molotowcocktails warfen und Müllcontainer in Flammen aufgehen ließen, reagierten die Ordnungskräfte mit Wasserwerfern und verstärkter Präsenz auf den Straßen.

Ministerpräsident Edi Rama meldete sich angesichts der Lage öffentlich zu Wort: „Protest sei ein Recht, Gewalt jedoch eine Straftat.“ Er machte die Demonstrierenden für die Eskalation verantwortlich.

Politische Hintergründe

Hinter den Protesten stehen tief verwurzelte politische Spannungen: Der Unmut über Korruption und die als unzureichend empfundenen Zustände an albanischen Universitäten treiben die Demonstrierenden auf die Straße – ebenso wie die Forderung nach dem Rücktritt von Premierminister Edi Rama.

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KO KOSMO-Redaktion
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