Die Feuerwehr Wiener Neustadt bewältigte am Dienstag neun parallel laufende Einsätze. Mit brennenden Gebäuden, Gaslecks und Verkehrsunfällen erreichten die Einsatzkräfte ihre logistische Belastungsgrenze.
Ein intensiver Abend für die Feuerwehrkräfte von Wiener Neustadt erforderte am Dienstag alle verfügbaren Ressourcen. Das Alarmsignal der Sirenen läutete mehrere kritische Einsätze ein, wobei insgesamt neun Vorfälle zu bewältigen waren, teilweise parallel.
Gegen Abend verdichtete sich die Frequenz der Notrufe erheblich. Die Einsatzkräfte mussten gleichzeitig zu einem brennenden Gebäude im Ungarviertel ausrücken, eine Evakuierung wegen eines Gaslecks durchführen und einen Verkehrsunfall mit zwei kollidierten Fahrzeugen bearbeiten.
Dramatische Brandbekämpfung
Bei ihrer Ankunft am Brandort fanden die Feuerwehrleute ein Haus in extremem Zustand vor: Die enormen Temperaturen hatten bereits die Fenster aus ihren Rahmen gesprengt, während sich das Mauerwerk nach außen wölbte. Besonders kompliziert gestaltete sich die Brandbekämpfung durch die massive Rauchentwicklung und die außergewöhnliche Hitze.
Logistische Grenze
„De facto standen alle verfügbaren Kräfte gleichzeitig im Einsatz“, sagt Kommandant Christian Pfeiffer zum ORF: „Die Reserven waren auf einen Schlag weg!“ Die Feuerwehr spricht von einer Erfahrung an der „logistischen Grenze“.
In einer Aussendung hob die Feuerwehr Wiener Neustadt unter anderem die Zivilcourage von vier Passanten hervor, die beim Verlegen einer ersten Schlauchleitung halfen.