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ZUWANDERUNG

Österreich: 27 Prozent der Bevölkerung hat Migrationshintergrund

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(FOTO: iStock)

In Österreich zeichnet sich eine bemerkenswerte Veränderung in der Bevölkerungsstruktur durch Menschen mit Migrationshintergrund ab. Aktuelle Zahlen für das Jahr 2023 offenbaren, dass nunmehr 27,2 Prozent der österreichischen Gesamtbevölkerung, was 2,45 Millionen Bürgern entspricht, einen Migrationshintergrund besitzen. Dies stellt gegenüber dem Jahr 2015, als die Zahl noch bei 1,81 Millionen lag, einen beachtlichen Anstieg von 35,1 Prozent dar.

Der Generaldirektor von Statistik Austria, Tobias Thomas, hebt die positive Entwicklung der Integration hervor: Ein Großteil der neu zugewanderten Bevölkerung hat nicht nur physisch in Österreich Fuß gefasst, sondern auch eine tiefe Verbundenheit mit dem Land entwickelt. Bemerkenswert ist, dass fast drei Viertel der in Österreich lebenden Migranten sich aktiv mit dem Land identifizieren und es als ihre Heimat ansehen.

Herkunft & Zugehörigkeitsgefühl

Unter den in Österreich lebenden Ausländern bilden Deutsche die größte Gruppe, gefolgt von Staatsbürgern aus Rumänien, der Türkei und Serbien. Seit 2015 ist insbesondere die Zahl der Personen mit syrischer, rumänischer, ukrainischer, deutscher und ungarischer Staatsangehörigkeit stark angestiegen. Die Migrationserhebung 2024 verdeutlicht, dass mit zunehmender Dauer des Aufenthalts in Österreich auch das Zugehörigkeitsgefühl wächst. Auffällig stark ausgeprägt ist dieses Gefühl bei Zugewanderten aus Syrien, dem Iran sowie Bosnien-Herzegowina.

Wahrnehmung & Integration

Die Sichtweise auf das Zusammenleben mit Migranten variiert innerhalb der österreichischen Bevölkerung. Inländisch Geborene bewerten es kritischer als die Zugewanderten selbst; nur 23,2 Prozent der Einheimischen sehen das Miteinander als „sehr gut“ oder „eher gut“ an, im Gegensatz zu 55,8 Prozent der Zugewanderten. Trotz einer leicht rückläufigen Tendenz in den letzten Jahren bewerten Zugewanderte das Zusammenleben überwiegend positiv. Die Sprachkompetenz spielt hierbei eine entscheidende Rolle für eine erfolgreiche Integration. Laut der Stichprobenerhebung besitzen Personen aus Bosnien-Herzegowina, Serbien und Afghanistan besonders gute Deutschkenntnisse.

Diese Daten, gewonnen aus einer Stichprobenerhebung, die 2024 durchgeführt und auf die Gesamtbevölkerung hochgerechnet wurde, unterstreichen die Vielschichtigkeit des Integrationsprozesses in Österreich und leisten einen bedeutenden Beitrag zum Verständnis des gesellschaftlichen Zusammenhalts.