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Höhepunkt

Sternschnuppen-Spektakel: Zu dieser Uhrzeit habt ihr die besten Chancen

Sternschnuppen-Spektakel: Zu dieser Uhrzeit habt ihr die besten Chancen
FOTO: iStock/m-gucci
3 Min. Lesezeit |

Der Höhepunkt des diesjährigen Perseidenschauers wird heute erwartet. Die besten Beobachtungschancen bieten sich am Dienstag zwischen 21.30 Uhr und 22.30 Uhr, wenn die Dämmerung bereits abgeklungen ist und der Mond noch nicht seine volle Leuchtkraft entfaltet hat. Günther Wuchterl von der Kuffner Sternwarte in Wien betont: „Der Perseidenschauer ist heuer sehr kinderfreundlich. Länger aufbleiben lohnt sich nicht.“

Da der Vollmond erst am Sonntag war, ist der Mond zum Höhepunkt des Perseidenschauers am 12./13. August noch zu 84 bis 90 Prozent beleuchtet. Diese extreme Helligkeit überstrahlt viele schwächere Sternschnuppen des Meteorstroms erheblich. Für optimale Beobachtungsbedingungen bleiben daher nur kurze Mondfenster am frühen Abend oder vor Mondaufgang, bevor das Mondlicht den Nachthimmel zu stark erhellt.

Optimale Beobachtungsorte

Nach Berechnungen der Kuffner-Sternwarte werden während dieses einstündigen Beobachtungsfensters am Dienstag etwa 15 Sternschnuppen sichtbar sein – deutlich weniger als die theoretische Zenitrate von 100 Meteoren pro Stunde unter perfekten Bedingungen. Für eine erfolgreiche Beobachtung empfiehlt sich ein möglichst dunkler Standort fernab von Siedlungen und städtischer Lichtverschmutzung. Besonders günstig sind erhöhte Positionen, da dort weniger Dunst die Sicht trübt. Der Blick sollte auf einen möglichst großen Himmelsausschnitt gerichtet sein, da die geduldige Anpassung der Augen für die Wahrnehmung schwächerer Meteore entscheidend ist. In alpinen Regionen besteht laut Wuchterl sogar die Möglichkeit, mehr als die prognostizierten 15 Sternschnuppen pro Stunde zu entdecken.

An den folgenden Tagen verschiebt sich der Mondaufgang zunehmend nach hinten, was das Beobachtungsfenster für die Perseiden verlängert. Allerdings nimmt die Intensität des jährlichen Meteorstroms dann bereits deutlich ab. Das astronomische Schauspiel entsteht durch die Annäherung der Erde an die Umlaufbahn des Kometen 109P/Swift-Tuttle, der eine Staubspur hinterlässt. Wenn die Erdatmosphäre auf diese kosmischen Partikel trifft, dringen die oft nur stecknadelkopfgroßen Teilchen mit einer Geschwindigkeit von 60 Kilometern pro Sekunde (216.000 km/h) in unsere Atmosphäre ein.

Kosmischer Ursprung

Die charakteristischen Lichterscheinungen entstehen in 80 bis 100 Kilometern Höhe und werden nach dem Sternbild Perseus als Perseiden (jährlicher Sternschnuppenschauer) bezeichnet. Tatsächlich leuchten nicht die Staubteilchen selbst, sondern die umgebende Luft, die durch Reibung erhitzt wird. Der Komet 109P/Swift-Tuttle benötigt 133 Jahre für einen vollständigen Umlauf um die Sonne und verliert dabei kontinuierlich Staub, der in seiner Bahn verbleibt. Jedes Jahr im Sommer, wenn die Erde diese Umlaufbahn kreuzt, verglüht ein Teil dieses Staubs als Perseidenschauer in der Atmosphäre. Wuchterl erklärt, dass die Anzahl der Perseiden dadurch langsam abnimmt.

Der Komet 109P/Swift-Tuttle passierte die Erde zuletzt 1992 in relativer Nähe und brachte dabei neuen Staub in seine Umlaufbahn ein. Seine nächste Annäherung wird im Jahr 2126 erwartet. Eine unmittelbare Kollisionsgefahr zwischen dem Kometen und der Erde besteht laut Europäischer Weltraumbehörde (ESA) für die kommenden Jahrhunderte nicht. Im Jahr 2126 wird sich der Komet bis auf 22,9 Millionen Kilometer nähern, 2261 bis auf 22 Millionen Kilometer.

Eine engere Begegnung prognostiziert die ESA für den 15. September 4479, wenn sich 109P/Swift-Tuttle der Erde bis auf 1,6 Millionen Kilometer nähert – das entspricht etwa dem Vierfachen der Distanz zwischen Erde und Mond.

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KO KOSMO-Redaktion
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