Die überwältigende Mehrheit der Österreicher befürwortet ein Social-Media-Verbot für Jugendliche unter 16 Jahren nach australischem Vorbild. Eine repräsentative Onlineumfrage für das ZIB-Magazin „Media“ zeigt eine klare Tendenz: 84 Prozent der Befragten halten ein solches Verbot für „gut und wichtig“, während lediglich elf Prozent es als „übertrieben“ einstufen.
OGM-Meinungsforscherin Marie Sophie Bachmayr unterstreicht die außergewöhnlich hohe Zustimmungsrate: „Das Social-Media-Verbot ist bei den Österreichern extrem beliebt. Über 80 Prozent sind eindeutig dafür.“ Besonders ausgeprägt ist die Unterstützung bei älteren Bevölkerungsgruppen: „Ganz klar dafür sind die Pensionisten, da sind über 90 Prozent für ein Social-Media-Verbot für Jugendliche.“
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Breite Unterstützung
Bemerkenswert ist jedoch, dass auch zwei Drittel der unter 30-Jährigen die Maßnahme befürworten. Fachleute mahnen allerdings zur Differenzierung.
Experten-Einschätzung
„Ein Social-Media-Verbot kann mithelfen, es wird aber allein nicht alle Probleme lösen“, erklärt Thomas Prager von der Medienkompetenzorganisation Digitaler Kompass. Für ihn steht ein anderer Aspekt im Vordergrund: „Medienkompetenz ist meiner Meinung nach die zielführende Variante.“ Der Experte plädiert zudem für eine stärkere Verantwortungsübernahme durch die Plattformbetreiber selbst.
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