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Energiemilliarde

Über eine Milliarde KM: Wer schnappt sich Bosniens größten Energie-Deal?

Über eine Milliarde KM: Wer schnappt sich Bosniens größten Energie-Deal?
(bosna.ba/bild)
2 Min. Lesezeit |

Milliardenauftrag elektrisiert Bosniens Energiebranche: Zwei Schwergewichte kämpfen um den Zuschlag für die strategisch wichtige Hauptgasleitung Sepak – Novi Grad.

Milliardeninvestition

Für die Ausschreibung zur Planung und zum Bau der Hauptgasleitung Sepak – Novi Grad haben zwei Unternehmen ihre Angebote eingereicht. Das Großprojekt, ausgeschrieben vom Unternehmen Sarajevo-gas aus Ost-Sarajevo, erreicht ein Investitionsvolumen von rund 900 Millionen Konvertiblen Mark (KM) ohne Mehrwertsteuer – mit Steuer sogar über eine Milliarde KM. Damit zählt es zu den bedeutendsten Energieinvestitionen in Bosnien und Herzegowina der letzten Jahre.

Wie Sarajevo-gas-Direktor Nedeljko Elek mitteilte, befindet sich das Ausschreibungsverfahren derzeit in der Vorqualifikationsphase. „In dieser Phase prüfen wir die technische Dokumentation, Lizenzen und weitere Unterlagen der Bewerber. Erst nach erfolgreichem Abschluss dieser Prüfung folgt die Bewertung der Finanzangebote“, erklärte Elek.

Türkischer Bewerber

Besondere Aufmerksamkeit erregt das Angebot des türkischen Unternehmens Vemak Insaat, das als Spezialist im Bereich der Energieinfrastruktur gilt. Das in Ankara ansässige Unternehmen hat sich auf den Bau von Hauptgasleitungen, Energienetzen, LNG- und Messstationen sowie Großinfrastrukturprojekte spezialisiert. Wie das Portal BiznisInfo.ba berichtet, konnte Vemak Insaat bereits Erfahrungen beim prestigeträchtigen TurkStream-Projekt sammeln – einem der bedeutendsten Gasinfrastrukturprojekte der Region.

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Obwohl das Unternehmen nicht als Hauptauftragnehmer fungierte, war es an wichtigen Teilabschnitten der Landgasleitung in der Türkei beteiligt. Vemak Insaat kann zudem auf zahlreiche erfolgreich abgeschlossene Projekte in der Türkei sowie im Nahen Osten verweisen und hat sich als verlässlicher internationaler Auftragnehmer im Energiesektor etabliert.

Serbisches Konsortium

Als zweiter Bewerber tritt das serbische Unternehmen Konvar auf, das ein Konsortium aus Firmen aus Serbien und der Republika Srpska anführt. Das Unternehmen verfügt über jahrzehntelange Erfahrung in der Planung und Umsetzung von Gasleitungen, Energie- und Industrieanlagen.

Mit einer beachtlichen Anzahl erfolgreich realisierter Infrastrukturprojekte in der Region gilt Konvar als ernstzunehmender Mitbewerber im laufenden Ausschreibungsverfahren.

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KO KOSMO-Redaktion
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