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Polizeieinsatz

Vater ließ Siebenjährigen auf 2.500 Metern zurück – und wandert weiter zum Gipfel

Vater ließ Siebenjährigen auf 2.500 Metern zurück – und wandert weiter zum Gipfel
FOTO: iStock/avtk
2 Min. Lesezeit |

Ein Siebenjähriger allein im Nebel auf 2.500 Metern – sein Vater stieg einfach weiter auf den Fuji.

Ein Vater ist von der japanischen Polizei verwarnt worden, nachdem er seinen Sohn während einer Bergtour auf dem Fuji allein zurückgelassen hatte. Das Kind wurde ohne Begleitung aufgefunden, wie die Behörden mitteilten. Der Fuji ist mit 3.776 Metern der höchste Gipfel Japans.

Nach Angaben der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo, die sich auf Polizeiangaben stützt, brach der Vater gemeinsam mit seinen beiden Söhnen am Donnerstag gegen sieben Uhr morgens zur Wanderung auf. Laut einem Bericht der BBC nutzte die Familie die Fujinomiya-Route, deren Ausgangspunkt an der fünften Bergstation liegt und mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar ist. Von dort beträgt die Gehzeit bis zum Gipfel nach BBC-Angaben rund fünf Stunden.

Allein auf 2.500 Metern

Wie Kyodo weiter berichtet, erreichte die Gruppe nach etwa 15 Minuten die sechste Station auf knapp 2.500 Metern Höhe. Dort gab der Junge gegenüber seinem Vater an, erschöpft zu sein. Da der ältere Bruder zu diesem Zeitpunkt bereits vorausgegangen war, wies der Vater den Siebenjährigen an, an Ort und Stelle zu warten – so schildert es der australische Lokalsender SBS.

Mitarbeiter einer Berghütte entdeckten den Jungen laut einem Bericht des Independent gegen 7.40 Uhr auf einer Bank – bei nebligem und regnerischem Wetter, wie die BBC ergänzt. Laut TV Asahi berichteten die Hüttenmitarbeiter, das Kind sei mit lediglich einigen Snacks und einem Getränk, jedoch ohne Bargeld, zurückgelassen worden und hätte dort bis zu acht Stunden warten sollen.

Verweis für den Vater

Die Hüttenmitarbeiter alarmierten daraufhin laut Kyodo die Polizei. Die Beamten nahmen Kontakt zu dem Vater auf, der sich zu diesem Zeitpunkt bereits auf Höhe der achten Station befand. Nach seiner Rückkehr wurde ihm der Junge übergeben.

Die Einsatzkräfte erteilten dem 48-Jährigen einen Verweis. Der Vater entschuldigte sich und räumte ein, sein Verhalten sei leichtsinnig gewesen.

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KO KOSMO-Redaktion
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