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Ukraine

Wieso solche Verzögerung?“ – Kiews Bürgermeister attackiert US-Präsident Trump

Wieso solche Verzögerung?“ – Kiews Bürgermeister attackiert US-Präsident Trump
Bürgermeister von Kiew Vitali Klitschko. FOTO: EPA/KAI FORSTERLING
2 Min. Lesezeit |

Kiews Bürgermeister Klitschko kritisiert Trumps 50-Tage-Frist im Ukraine-Konflikt scharf. Der Stadtchef äußerte in der ARD-Sendung „Maischberger“ Unverständnis über den zeitlichen Spielraum, den der US-Präsident dem Kreml einräumt.

„In 50 Tagen könnten noch viel mehr Menschen in der Hauptstadt und in der ganzen Ukraine umgebracht werden“, warnte Klitschko und stellte die direkte Frage: „Wieso solche Verzögerung?“

Trump hatte bei einem Treffen mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte im Weißen Haus angekündigt, Russland eine 50-tägige Frist zur Beendigung des Krieges zu setzen. Sollte innerhalb dieses Zeitraums keine Einigung erzielt werden, würden die USA empfindliche Zölle gegen Russlands Handelspartner verhängen. Sowohl Rutte als auch Trump bekräftigten bei diesem Anlass ihre Zusage weiterer Waffenlieferungen an die Ukraine.

Die von Trump angekündigten Zölle in Höhe von 100 Prozent würden dabei nicht nur Russland selbst, sondern gezielt dessen verbliebene Handelspartner treffen, allen voran China, Indien und die Türkei. Diese Länder pflegen trotz westlicher Sanktionen weiterhin umfangreiche Handelsbeziehungen mit Moskau und importieren vor allem Energie sowie industrielle Vorprodukte aus Russland.

Aus Ankara und Neu-Delhi kamen bisher nur zurückhaltende Reaktionen: Beide Regierungen betonten, die Entwicklung zu beobachten und ihre nationalen Interessen wahren zu wollen. Wirtschaftsexperten bewerten die Wirksamkeit solcher Sekundärsanktionen als begrenzt, da betroffene Staaten in der Vergangenheit bereits Wege gefunden haben, westliche Strafmaßnahmen zu umgehen.

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Dramatische Lage

Der Bürgermeister der ukrainischen Hauptstadt zeigte sich zwiespältig: Einerseits begrüße er die Unterstützungswelle aus den USA, andererseits sei die Lage vor Ort dramatisch. Klitschko vermutete, Trump hoffe möglicherweise noch auf ein Einlenken Putins.

Er selbst rechne jedoch nicht damit, da der russische Präsident „nur Stärke verstehe“. Die Angriffe auf ukrainische Städte hätten zuletzt deutlich an Intensität zugenommen, betonte Klitschko.

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Ohne moderne Waffen und insbesondere das Luftabwehrsystem vom Typ Patriot sei eine wirksame Verteidigung des Landes nicht möglich.

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