Digitale Welt: Facebook als Schulfach in Volksschulen

INTERNET KOMPETENZEN

Digitale Welt: Facebook als Schulfach in Volksschulen

138
Kinder bereits in der Volksschule auf die digitale Welt vorbereitet werden. (Foto: iStock)

Künftig soll ein neues Schulfach für den Umgang mit Wissen und Content im Internet, um Themen wie Cybermobbing und Hasspostings, eingeführt werden.

Bildungsministerin Sonja Hammerschmid (SPÖ) will von der Volksschule an Kompetenzen rund um das Internet verankern. Die Pläne würden seit längerem bereits auf dem Tisch stehen, denn laut Bildungsministerium sei das Thema äußerst wichtig. Konkrete Schritte etwa im Unterreicht oder zur Lehrerausbildung blieben bisher jedoch aus, wie die “Presse” berichtet.

Bildungsministerin Sonja Hammerschmid (SPÖ) sagte nun gegenüber dem ORF-Radio, dass digitale Kompetenzen in Zukunft eine größere Rolle spielen werden. Kinder und Jugendliche müssten Hasspostings und die Seriösität von Quellen im Internet einordnen können.

LESEN SIE AUCH: HASS-POSTINGS: SCHLUSS MIT DER HETZE GEGEN MOSLEMS!

“Raus mit den Kameltreibern”, “Steinzeitmenschen”, “Scheiss Moslems” – solche und andere FB-Kommentare sind nach den Anschlag vom Brüssel keine Seltenheit.

 

Sie will “digitale Kompetenzen” eventuell sogar in einem eigenen Unterrichtsfach unterrichten lassen. Vorstellbar sei aber auch, dass es in einzelne Fächer eingebunden werde und etwa der Deutschlehrer das Thema Medienbildung in seinem Fach behandle. Ob also eigens ausgebildete Lehrer eingesetzt werden, ist noch offen.

Informationen aus dem Internet solle man kritisch hinterfragen und niemanden im Netz bloßstellen, so Hammerschmid. Diese Kompetenzen will sie von der Volksschule an verankern – ob als eigenes Fach oder in bestehenden Fächern integriert, sollen die Schulen mitbestimmen können.