Corey Warren, der sich öffentlich zu seiner überwundenen Alkoholsucht bekennt, erreicht mit seinen Erfahrungsberichten in sozialen Netzwerken mittlerweile fast eine Million Follower. Neben der Gründung einer gemeinnützigen Organisation bietet er Unterstützung durch Online-Seminare und individuelles Coaching an. In seinen Beiträgen geht er über persönliche Erlebnisse hinaus und erläutert konkrete Anzeichen, die seiner Erfahrung nach problematisches Trinkverhalten von normalem Alkoholkonsum unterscheiden.
In einem seiner Videos betont Warren, dass nicht die Quantität des konsumierten Alkohols entscheidend für die Diagnose einer Abhängigkeit sei, sondern vielmehr das Trinkmuster selbst. „Normale Trinker haben einen Grund, warum sie nicht trinken”, erklärt er. Im Gegensatz dazu habe er selbständig jede erdenkliche Situation – ob positiv oder negativ – als Anlass zum Trinken genutzt. Nach Konflikten griff er ebenso zur Flasche wie bei Feierlichkeiten.
Kontrollverlust beim Trinken
Als weiteres Unterscheidungsmerkmal führt Warren an: „Normale Trinker können ein, zwei Gläser trinken und dann aufhören (…). Ich hatte diesen Schalter nie, der Alkohol hat für mich bestimmt, wann genug genug ist.” Seine Trinkmengen seien nicht durch bewusste Entscheidungen begrenzt worden. „Wenn ich beschloss, aufzuhören, dann lag es daran, dass die Flasche leer war, ich bewusstlos war oder einen Filmriss hatte”, gesteht der trockene Alkoholiker.
Bei seiner Einschätzung orientiert sich Warren an drei wesentlichen Kriterien, die jedoch von außen oft schwer erkennbar sind. Besonders sogenannte funktionale Alkoholiker (Abhängige mit normalem Berufs-/Sozialleben) verstehen es meisterhaft, ihre Abhängigkeit zu verbergen – manchmal sogar vor sich selbst. Daher richtet Warren einen eindringlichen Appell an sein Publikum: „Falls Sie sich in einer dieser drei Situationen wiedererkennen, wissen Sie, dass Sie nicht allein sind.”
Warnzeichen erkennen
Als drittes Merkmal nennt er die Selbstreflexion: Menschen mit gesundem Trinkverhalten würden sich kaum jemals fragen, ob sie ein Alkoholproblem haben könnten. Er hingegen habe sich immer wieder – zumindest unterschwellig – Gedanken darüber gemacht, ob sein Konsumverhalten schädlich sei.
Daher richtet Warren einen eindringlichen Appell an sein Publikum: „Falls Sie sich in einer dieser drei Situationen wiedererkennen, wissen Sie, dass Sie nicht allein sind.”
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