Während Energiekonzerne Rekordgewinne verbuchen, zahlen Österreicher weiter überhöhte Strompreise. Selbst nach Preissenkungen bleiben manche Anbieter auffallend teuer.
Die Inflation ist im September auf 4,0 Prozent angestiegen und belastet österreichische Haushalte weiterhin erheblich. Besonders die anhaltend hohen Kosten für Energie und Strom treiben die Teuerungsrate nach oben. Obwohl verschiedene Stromanbieter Preissenkungen angekündigt haben, sind diese Entlastungen für viele Verbraucher bislang kaum spürbar.
Die Energie Steiermark und die KELAG (Kärntner Elektrizitäts-AG) zählen trotz kürzlich erfolgter Preisanpassungen nach wie vor zu den kostspieligsten Stromversorgern des Landes. Zwar haben die steirischen Anbieter ihre Tarife seit Anfang Oktober um etwa 25 Prozent reduziert und die Kärntner Versorger um zehn Prozent, doch im Branchenvergleich zahlen Kunden dieser Unternehmen nach wie vor deutlich überdurchschnittliche Preise. Die Differenz wird bei konkreten Beispielen deutlich: Ein Vier-Personen-Haushalt in Villach entrichtet selbst nach der Preisreduktion bei der KELAG rund 241 Euro mehr als beim preiswertesten Konkurrenten. In der Steiermark beläuft sich der Preisunterschied sogar auf bis zu 356 Euro.
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Rekordgewinne kritisiert
Besonders die Gewinnentwicklung der Energieversorger steht in der Kritik. Das Momentum Institut verweist auf Gewinnsteigerungen von 297 Prozent bei der KELAG und 167 Prozent bei der Energie Steiermark im Vergleich zu den Jahren vor der Energiekrise. Energieexperte Stefan Spiegelhofer kommentiert: „Ein Preisnachlass von zehn oder 25 Prozent wirkt angesichts solcher Rekordgewinne vergleichsweise gering und sorgt bei vielen Haushalten für Unmut.“ Die Energie Steiermark weist diese Vorwürfe zurück und bezeichnet den Vergleich als „unlauter“, da flexible Tarife mit Fixtarifen verglichen würden. Zudem bestreitet das Unternehmen, Übergewinne zu erwirtschaften.
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Anbieterwechsel lohnt
Verbrauchern bleibt der Wechsel zu einem günstigeren Anbieter als effektive Sparmaßnahme. Vergleichsportale wie durchblicker.at erleichtern die Suche nach passenderen Angeboten. Für den Wechselprozess benötigen Interessenten lediglich ihre persönlichen Daten sowie die auf der letzten Abrechnung vermerkte Zählpunktnummer. Die Kündigung beim bisherigen Versorger übernimmt der neue Anbieter, und die Umstellung erfolgt üblicherweise binnen zwei Wochen ohne Versorgungsunterbrechung.
Laut durchblicker.at können Haushalte durch einen Anbieterwechsel jährliche Einsparungen von bis zu 356 Euro realisieren.