Drei tote Polizisten, 13 Verletzte und ein völlig zerstörtes Landhaus – eine Gasexplosion bei einer Zwangsräumung in Italien erschüttert die Öffentlichkeit.
Bei einem tragischen Polizeieinsatz in Castel d’Azzano bei Verona kamen drei Carabinieri (italienische Polizei) durch eine verheerende Explosion ums Leben. Die Detonation ereignete sich während der Räumung eines Landhauses und forderte neben den Todesopfern 13 weitere verletzte Sicherheitskräfte. Das zweistöckige Gebäude stürzte nach der Explosion vollständig ein und begrub die Einsatzkräfte unter den Trümmern.
Trotz sofortiger Hilfeleistung durch anwesende Feuerwehrleute konnten die drei Polizisten nicht mehr gerettet werden. Eine Frau, die sich zum Zeitpunkt des Unglücks im Gebäude aufhielt, erlitt ebenfalls Verletzungen und steht im Verdacht, die Explosion ausgelöst zu haben.
⇢ Horror-Nacht in Italien: Urlauberin betäubt und stundenlang gequält
Zerstörtes Gebäude
Das Unglücksgebäude wurde durch die Wucht der Detonation komplett zerstört und geriet in Brand. Ein Großaufgebot der Feuerwehr kämpfte gegen die Flammen, während zahlreiche Rettungswagen und Notarztfahrzeuge die Verletzten versorgten. Nach Erkenntnissen der Ermittler handelte es sich um eine Gasexplosion, die genau in dem Moment ausgelöst wurde, als die Einsatzkräfte die Eingangstür öffneten, um das Gebäude zu betreten.
Festnahmen erfolgten
Im Zuge der Ermittlungen nahmen die Behörden drei Geschwister im Alter von etwa 60 Jahren fest, darunter einen Mann und zwei seiner Geschwister. Nach einem weiteren Familienmitglied fahndet die Polizei noch. Die Behörden hatten die Räumungsaktion seit mehreren Tagen vorbereitet, nachdem wiederholte Versuche gescheitert waren, die Bewohner zum freiwilligen Verlassen des Anwesens zu bewegen.
Die Geschwister hatten mehrfach gedroht, eine Explosion herbeizuführen. Aufgrund dieser Bedrohungslage wurden Spezialeinheiten der Carabinieri sowie die auf Anti-Terror-Einsätze spezialisierte UOPI-Einheit (italienische Spezialeinheit) hinzugezogen.