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Gerichtsprozess

Koffer-Mord erschüttert Frankreich: Warum musste Lola (12) sterben?

Koffer-Mord erschüttert Frankreich: Warum musste Lola (12) sterben?
FOTO: EPA/Teresa Suarez
3 Min. Lesezeit |

Ein grausamer Kindermord erschütterte Frankreich – nun gesteht die Täterin vor Gericht. Das Motiv für die Tat an der zwölfjährigen Lola bleibt rätselhaft.

Ein brutaler Mordfall, der Frankreich 2022 erschütterte, wird nun vor Gericht verhandelt. Die zwölfjährige Lola wurde am 14. Oktober in jenem Pariser Wohnhaus getötet, wo ihre Eltern als Hausmeister tätig waren. Die Hauptverdächtige – eine 27-jährige Algerierin – steht nun wegen Mordes, Vergewaltigung und Folter vor Gericht. Beim Prozessauftakt räumte die Angeklagte ihre Schuld vollständig ein und bat die Angehörigen um Vergebung. „Was ich getan habe, ist schrecklich, und ich bereue es“, erklärte sie laut Protokoll. Das Motiv für die grausame Tat bleibt jedoch weiterhin im Dunkeln, da ihre Aussagen den Ermittlern keine eindeutigen Antworten liefern, wie NTV berichtet.

Die letzten Stunden des Mädchens konnten mittlerweile rekonstruiert werden: Überwachungsaufnahmen zeigen Lola kurz nach 15 Uhr beim Betreten des Wohnhauses nach der Schule. Dort soll die Beschuldigte das Kind in eine Wohnung gezwungen, sexuell missbraucht, mit einem Messer verletzt und ihren Kopf mit Klebeband umwickelt haben. Laut Obduktionsbericht starb das Mädchen durch Ersticken. Anschließend verstaute die Täterin den Leichnam in einem Plastikkoffer.

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Grausame Tatdetails

Etwa eineinhalb Stunden nach Lolas Heimkehr wurde die Verdächtige mit diesem Koffer auf der Straße gefilmt. Sie fuhr zunächst zu einem Bekannten in einen Pariser Vorort, kehrte später jedoch zum Tatort zurück. Im Innenhof des Gebäudes entdeckten Einsatzkräfte schließlich den Koffer mit Lolas schwer gezeichnetem Körper. Das Gesicht des Kindes war entstellt, der Körper wies zahlreiche Verletzungen auf. Besonders mysteriös: Auf den Fußsohlen des Opfers waren mit Nagellack die Ziffern 0 und 1 aufgemalt – deren Bedeutung ist bis heute nicht geklärt.

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Die Festnahme der Verdächtigen erfolgte kurz nach der Tat; seither befindet sie sich in U-Haft. In den Verhören zeigte sie sich gefühlskalt und erwähnte gegenüber den Ermittlern einen Groll gegen Lolas Mutter – ein mögliches Rachemotiv wird untersucht. Auch Nachforschungen zu satanischen Ritualen waren Teil der Ermittlungen. Psychologische Gutachten bestätigten die Verhandlungsfähigkeit der Angeklagten.

Prozess beginnt

Der Fall löste damals auch politische Kontroversen aus, da die Beschuldigte zwar legal in Frankreich lebte, zum Tatzeitpunkt jedoch bereits ausreisepflichtig war. Rechte Politiker nutzten den Mord für Kritik an der Einwanderungspolitik – entgegen dem ausdrücklichen Wunsch von Lolas Familie.

Beim Prozessauftakt wandte sich Lolas Bruder direkt an die Angeklagte und forderte die „ganze Wahrheit“. Die Mutter erschien mit einem T-Shirt, das ein gezeichnetes Porträt ihrer Tochter zeigte, und erklärte: „Wir erwarten, dass Gerechtigkeit geschieht.“ Der Prozess soll bis Freitag dauern.

Bei einer Verurteilung droht der Angeklagten eine lebenslange Freiheitsstrafe.

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KO KOSMO-Redaktion
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