Auf einem verseuchten Gelände in Niederösterreich türmten sich 200 Schrottautos. Die Behörden griffen jetzt mit einer Großaktion durch und räumten den illegalen Autofriedhof.
In Neunkirchen (Niederösterreich) führten Behörden eine umfassende Räumungsaktion durch, bei der insgesamt 200 ausgediente Fahrzeuge sichergestellt und fachgerecht entsorgt wurden. Die gezielte Maßnahme richtete sich gegen illegal abgestellte Altfahrzeuge.
Federführend bei der Aktion war die Abteilung Umwelt- und Anlagenrecht der niederösterreichischen Landesregierung. Zur Unterstützung rückten die technische Abfallaufsicht, speziell ausgebildete Kfz-Sachverständige sowie Mitarbeiter der Bezirkshauptmannschaft und der Polizeiinspektion Neunkirchen an. Während der gesamten Operation waren Containerfahrzeuge mit Hebekränen nahezu permanent im Einsatz.
Die Einsatzkräfte arbeiteten fünf Tage lang im südlichen Niederösterreich. In einem ersten Schritt beschlagnahmten sie 37 Fahrzeuge, die offiziell als „gefährlicher Abfall“ klassifiziert wurden, und sorgten für deren fachgerechte Entsorgung. Anschließend erfolgte die Beseitigung des verbleibenden „Abfallberges“ aus Schrott, Lack und Motorenteilen. Der verantwortliche Umweltverschmutzer musste für den Abtransport der übrigen rund 160 Fahrzeuge selbst finanziell aufkommen.
Ökologische Gefahren
Aus ökologischer Sicht besonders alarmierend war der Zustand des Geländes: Viele der ausrangierten Fahrzeuge standen auf ungeeignetem Untergrund, waren teilweise übereinander gestapelt, und das Areal wies bereits erhebliche Ölverschmutzungen durch die abgestellten Kraftfahrzeuge auf.
„Illegale Abstellplätze für Schrottautos sind eine massive Gefahr für Boden und Gewässer – wir schauen hier nicht weg, sondern halten unsere Heimat rigoros sauber“, betont Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf nach dem erfolgreichen Einsatz.
„Mit dieser gut geplanten, koordinierten Schwerpunktaktion haben wir gerade noch rechtzeitig eine erhebliche Gefährdung für Umwelt und Nachbarschaft beseitigt“, so Pernkopf.
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Weitere Maßnahmen
Aufgrund der festgestellten Bodenverunreinigungen werden nun Untersuchungen zum Gewässerschutz durchgeführt. Weitere behördliche Schritte zur dauerhaften Absicherung des Standorts bleiben vorbehalten. Pernkopf richtet eine klare Warnung an andere „Umweltkriminelle im ganzen weiten Land“ und kündigt ein noch entschlosseneres Vorgehen gegen illegale Schrotthändler an.
„Wer unsere Umwelt gefährdet, muss mit Kontrollen, Beschlagnahmen und hohen Entsorgungskosten rechnen“, so Landesvize Stephan Pernkopf.