Ein Arzt aus Ohio muss sich vor Gericht verantworten, nachdem er beschuldigt wird, seiner schwangeren Freundin ohne deren Wissen Abtreibungspillen verabreicht zu haben. Der 32-jährige Chirurg Hassan-James Abbas aus Toledo (Ohio) soll die Medikamente unter falschen Angaben bestellt und heimlich angewendet haben, was zum Abbruch der Schwangerschaft führte.
Die Beziehung zwischen dem Assistenzarzt und der betroffenen Frau hatte erst kurz zuvor begonnen, als diese bereits schwanger wurde. Nach Bekanntwerden der Schwangerschaft reagierte Abbas ablehnend und drängte auf eine Abtreibung, was seine Freundin jedoch verweigerte.
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Heimliche Medikation
Der Mediziner bestellte daraufhin die Präparate Mifepriston und Misoprostol, wie die „New York Post“ berichtet, wobei er die Personendaten seiner getrennt lebenden Ehefrau verwendete. Bei einem Übernachtungsbesuch seiner Freundin Mitte Dezember soll er sie festgehalten und die zerkleinerten Tabletten zwischen ihre Unterlippe und das Zahnfleisch platziert haben. Der Frau gelang es, sich zu befreien und den Notruf zu wählen.
Rechtliche Folgen
Im Krankenhaus wurde später festgestellt, dass die Schwangerschaft nicht mehr bestand. Während Abbas behauptet, seine Freundin habe den Medikamenten zugestimmt, haben die Behörden ihm inzwischen die Approbation entzogen. Die Anklage umfasst mehrere schwerwiegende Vorwürfe, darunter Entführung, Manipulation von Beweismitteln, unerlaubte Verbreitung abtreibungsfördernder Substanzen, Störung öffentlicher Dienste, Identitätsbetrug und Täuschung beim Erwerb gefährlicher Medikamente.
Der Gerichtstermin wurde für den 19. Dezember angesetzt.