Weihnachten ohne Kochlöffel: Immer mehr Wiener lassen die Festtagsküche kalt und reservieren stattdessen im Restaurant – ein Trend, der Gastronomen freut.
Mit den Weihnachtsfeiertagen in Sichtweite laufen die Festvorbereitungen in vielen Wiener Haushalten auf Hochtouren. Eine neue Erhebung bei Gastronomiebetrieben der Hauptstadt zeigt jedoch: Immer mehr Menschen überlassen das Kochen den Profis. Rund zwei Drittel der befragten Lokale öffnen an mindestens einem der Feiertage ihre Türen, während etwa 20 Prozent sogar am 24. Dezember Gäste empfangen.
Am häufigsten haben die Wiener Lokale am Stephanitag geöffnet – mehr als ein Drittel der Betriebe bietet an diesem Tag Service. Dicht dahinter folgen Silvester und der Dreikönigstag mit jeweils 30 Prozent Öffnungsquote. „Man gönnt es sich, die eigene Küche kaltzulassen und sich den Abwasch zu ersparen – und feiert genussvoll und entspannt in der Gastronomie“, erklärt Thomas Pesta, Obmann der Fachgruppe Gastronomie in der Wirtschaftskammer Wien. „Und die Reservierungslage gibt den Gastronomen recht, knapp die Hälfte der offenen Lokale ist sehr gut gebucht – schon jetzt.“
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Wirtschaftliche Faktoren
Für die Betriebsinhaber spielen vor allem wirtschaftliche Faktoren eine entscheidende Rolle. „Der Hauptbeweggrund für die Öffnung oder auch das Gesperrthalten an den Feiertagen ist für die Lokalbetreiber die wirtschaftliche Lage. Die einen nützen die Betriebssperre, um Urlaube abzubauen, die anderen halten offen, um zum Jahresende noch die Bilanz zu verbessern. Und weil viele geschlossen halten, zahlt es sich eben – trotz niedrigerer Gesamtzahl an Gästen – für die, die offenhalten auch aus“, so Pesta abschließend.
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Unter den geöffneten Etablissements dominieren erwartungsgemäß Restaurants und Gasthäuser, doch auch einige Kaffeehäuser bieten ihren Besuchern neben kulinarischen Genüssen eine gesellige Alternative zum heimischen Wohnzimmer.