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Wetterextrem

Wetter-Extrem: Berge baden in Sonne, während Täler im Rekord-Nebel versinken

Wetter-Extrem: Berge baden in Sonne, während Täler im Rekord-Nebel versinken
(Symbolbild FOTO: iStock)
3 Min. Lesezeit |

Sonnenbaden auf dem Berg, Nebelsuppe im Tal: Der Dezember 2025 spaltet Österreich mit extremen Gegensätzen und bricht gleich mehrere Wetterrekorde.

Der Dezember 2025 in Österreich präsentierte sich als Monat der Gegensätze: In den Bergregionen herrschten ungewöhnlich milde und trockene Bedingungen, während die Niederungen unter kühlem, nebelverhangenen Wetter litten. Klimatologe Alexander Orlik fasst zusammen: „Unter Berücksichtigung der Prognose für das Monatsende liegt der Dezember 2025 auf den Bergen auf Platz 2 in der Reihe der wärmsten Dezember der 175-jährigen Gebirgsmessreihe. In den Niederungen war der Dezember mit Platz 46 in der 259-jährigen Tiefland-Messgeschichte deutlich weniger extrem.“

Die vorläufige Monatsbilanz zeigt markante Temperaturabweichungen: Im Tiefland überstieg der Dezember den Durchschnittswert der Klimaperiode 1991-2020 um 0,9 Grad, während die Bergregionen eine Abweichung von 3,6 Grad nach oben verzeichneten. Noch deutlicher wird der Unterschied beim Vergleich mit der älteren Klimaperiode 1961-1990: Hier lag das Tiefland 2,0 Grad und das Bergland sogar 4,5 Grad über dem langjährigen Mittel.

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Besonders auffällig waren die extremen Unterschiede bei der Sonneneinstrahlung. Die Bergregionen, vorwiegend in Westösterreich, erfreuten sich an einem Sonnenstundenplus von 30 bis 100 Prozent gegenüber dem Monatsdurchschnitt. In den tiefer gelegenen Gebieten dominierte dagegen hartnäckiger Nebel oder Hochnebel. Dies führte in Wien, im Burgenland, in den Flachlandregionen von Nieder- und Oberösterreich sowie im Klagenfurter Becken, im Lavanttal und im Rheintal zu einem Sonnenstundendefizit von 50 bis 80 Prozent.

Rekordverdächtige Sonnenlosigkeit

An manchen Messstationen näherten sich die Werte historischen Negativrekorden. Am Flughafen Klagenfurt wurden bis zum 29. Dezember lediglich acht Sonnenstunden registriert – ein Wert, der unter den bisherigen Negativrekorden von elf Sonnenstunden (Dezember 1932 und 2020) sowie 13 Sonnenstunden (Dezember 1903) liegt. Die endgültige Bilanz kann allerdings erst nach Monatsende gezogen werden.

Der Dezember 2025 brach zudem mehrere Rekorde für anhaltende Sonnenlosigkeit. An der Wetterstation Linz-Hörsching herrschte vom 29. November bis 21. Dezember – 23 Tage lang – ununterbrochen trübes Wetter, womit der bisherige Rekord von 16 sonnenlosen Tagen aus dem Jänner 2020 deutlich übertroffen wurde. Am Flughafen Klagenfurt begann die Grauphase am 9. Dezember und dauerte bis zum Stichtag 30. Dezember bereits 21 Tage an, was den früheren Höchstwert von 18 Tagen aus dem Winter 1973/74 übertraf.

In Eisenstadt rangiert die 14-tägige Sonnenabstinenz (12. bis 25. Dezember) auf dem dritten Platz der längsten Trübwetterphasen, nach 26 Tagen im Jahr 1995 und 17 Tagen im Jahr 1985.

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Außergewöhnliche Trockenheit

Die anhaltenden Hochdruckwetterlagen führten zu außergewöhnlicher Trockenheit. Österreichweit fiel im Dezember 2025 rund 60 Prozent weniger Niederschlag als im langjährigen Mittel. Vergleichbare Trockenheit wurde zuletzt im Dezember 2016 mit einem Minus von 66 Prozent verzeichnet. Noch trockener war es in jüngerer Vergangenheit nur im Dezember 2015 mit 76 Prozent weniger Niederschlag als üblich.

Die Kombination aus Trockenheit und Milde führte in allen Höhenlagen zu einer deutlichen Reduktion der Schneedeckentage. In Regionen unter 500 Meter Seehöhe wurden durchschnittlich 75 Prozent weniger Tage mit geschlossener Schneedecke registriert als in einem normalen Dezember. Die regionalen Unterschiede waren dabei beträchtlich – von einem kompletten Ausfall der Schneedeckentage in Eisenstadt bis zu einer vergleichsweise moderaten Reduktion von acht Prozent in Krems.

In mittleren Höhenlagen zwischen 500 und 1.000 Metern verringerte sich die Zahl der Schneedeckentage im österreichweiten Durchschnitt um 68 Prozent. Oberhalb von 1.000 Metern variierte die Situation erheblich: Während St. Jakob im Defereggental in Osttirol nur drei Prozent weniger Schneedeckentage verzeichnete, musste Fischbach in der Steiermark einen Rückgang von 80 Prozent hinnehmen.

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KO KOSMO-Redaktion
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