Ein Fisch, der hier schlicht nicht hingehört – und trotzdem taucht er auf. Die Adria hält gerade eine unerwartete Überraschung bereit.
Vor der kroatischen Küste sorgt derzeit eine ungewöhnliche Beobachtung für Aufsehen unter Meeresforschern: Ein Monrovia-Doktorfisch, der eigentlich in den tropischen Gewässern des Atlantiks beheimatet ist, taucht in der Adria auf – ausgerechnet in einem ihrer kältesten Abschnitte, rund um Rijeka und Kostrena.
Erstmals war das Tier 2024 in der Kvarner-Bucht bei Kostrena gesichtet worden, was bereits damals für Erstaunen gesorgt hatte. Nun wurde ein weiteres Exemplar direkt in Rijeka entdeckt – und das gibt Wissenschaftlern Rätsel auf. Meeresbiologe Marcelo Kovacic vom Naturhistorischen Museum Rijeka hat dem kroatischen Rundfunk HRT erklärt:
Aquarium-Aussetzung vermutet
Dass das Tier aus eigener Kraft vom tropischen Atlantik bis in die nördliche Adria gelangt sein könnte, schließen Fachleute so gut wie aus. Als weitaus plausibler gilt die Annahme, dass es aus einem privaten Aquarium ausgesetzt wurde.
Bemerkenswert ist zudem, dass der Monrovia-Doktorfisch kein Einzelfall bleibt: Wie Kovacic schildert, sind in der nördlichen Adria zuletzt drei weitere, bislang dort unbekannte Fischarten registriert worden. Darüber hinaus versetzt die Sichtung einer seltenen Haiart die Forschungsgemeinschaft in Aufruhr.
Gefährlicher Stachel
Im Umgang mit dem Monrovia-Doktorfisch ist Vorsicht geboten. Wissenschaftler weisen darauf hin, dass das Tier an der Schwanzwurzel einen scharfen, klingenförmigen Stachel trägt, der ernsthafte Verletzungen verursachen kann.
Fischer, Taucher und Urlauber werden daher von Experten dringend gebeten, jede Sichtung umgehend zu melden.