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Axtmord

Nach Axt-Mord in Kärnten: Täter soll beerdigt werden, Opfer wird noch obduziert

Nach Axt-Mord in Kärnten: Täter soll beerdigt werden, Opfer wird noch obduziert
Foto: iStock
3 Min. Lesezeit |

Ein Traum von Familie und Landleben – dann eine Nacht, die alles zerstört. Kärnten steht unter Schock.

In Friesach im Bezirk St. Veit an der Glan hat eine brutale Gewalttat für Erschütterung gesorgt: Ein 27-jähriger Konditormeister drang in der Nacht auf Dienstag mit einem noch in seinem Besitz befindlichen Schlüssel in die Wohnung seiner ehemaligen Lebensgefährtin ein. Als die 30-Jährige durch Geräusche geweckt wurde und nachsah, griff der Mann sie unvermittelt mit einer Axt an.

Schwer verletzt gelang es ihr, sich in Sicherheit zu bringen und die Polizei zu alarmieren. Ihr neuer Lebensgefährte, ein 29-jähriger E-Kfz-Mechaniker, hatte weniger Glück – er wurde von dem Eindringling mit der Axt attackiert und getötet.

Im Anschluss flüchtete der 27-Jährige mit dem Fahrzeug der Frau über die S37 in Richtung Klagenfurt, wo er auf Höhe St. Veit an der Glan bei einem Verkehrsunfall sein Leben beendete. Zur Tatzeit befanden sich zwei minderjährige Kinder in der Wohnung.

Traueranzeige kursiert

Zur lückenlosen Klärung der Todesumstände des Opfers wurde eine Obduktion angeordnet. Das Landeskriminalamt Kärnten hat die Ermittlungen übernommen.

Der Täter selbst wird bereits kommenden Mittwoch beerdigt. Seine Traueranzeige kursiert im Internet und offenbart die tiefe Fassungslosigkeit seines Umfelds.

Der junge Kärntner hatte sich gemeinsam mit seiner Ex-Partnerin und den beiden gemeinsamen Kindern den Aufbau einer Bio-Landwirtschaft erträumt – bis die Trennung kam und die 30-Jährige eine neue Beziehung einging. Unklar bleibt, was genau bei einem Telefonat zwischen dem 27-Jährigen und seiner Ex-Partnerin am Vortag der Tat besprochen wurde. Berichten zufolge soll das Gespräch bereits eskaliert sein, woraufhin der Konditormeister abrupt seinen Arbeitsplatz verließ.

Unfassbares in Worten

Auf der Parte des mutmaßlichen Täters steht geschrieben: „Es gibt Momente, die uns den Boden unter den Füßen wegziehen. Momente, die so schmerzhaft sind, dass Worte nicht ausreichen, das Unfassbare zu beschreiben. Manche Dinge können wir nicht verstehen und niemals erklären.“ Dennoch werde man ihn „für immer lieben“.

Die in Schwarz-Weiß gehaltene Todesanzeige trägt nicht nur die Namen seiner Eltern, Großeltern und Geschwister – sondern auch jenen der Frau, die den Angriff überlebte und deren neuer Freund auf so grausame Weise ums Leben kam. Auch sie scheint mit dem Geschehenen vollkommen überfordert.

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KO KOSMO-Redaktion
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