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Gewalteskalation

Party in Wien endet brutal: 23-Jährige bewusstlos geschlagen

Party in Wien endet brutal: 23-Jährige bewusstlos geschlagen
Symbolbild Foto: iStock
3 Min. Lesezeit |

Eine Partynacht in Wien endet mit Fausthieben, Tritten gegen den Kopf und einer zerrissenen Hose – Nachbarn retten die 23-Jährige.

Eine als Partynacht geplante Zusammenkunft in Wien ist in der Nacht von Samstag auf Sonntag in einem schweren Gewaltdelikt geendet. Die Feier war über Instagram und Snapchat beworben worden und fand in einer angemieteten Wohnung am Währinger Gürtel statt. Laut Angaben des späteren Opfers wurde für den Zutritt ein Eintrittsgeld von zehn Euro verlangt, mitgebrachte Getränke waren gestattet, und das Mindestalter war mit 18 Jahren angegeben. Die 23-Jährige erschien gemeinsam mit einer Freundin. „Es war gefühlt ganz Wien eingeladen“, erzählt sie im Gespräch mit „Heute“.

Im Verlauf der Nacht rückte die Polizei wegen massiver Lärmbelästigung an und löste die Veranstaltung auf. Der Großteil der Gäste verließ daraufhin die Wohnung. Die 23-Jährige und ihre Begleiterin hielten sich noch rund eine halbe Stunde vor dem Gebäude auf – es war zu diesem Zeitpunkt etwa 2.15 Uhr. Als sie gemeinsam mit einer ihr unbekannten Frau dringend eine Toilette aufsuchen musste, bat sie die noch anwesenden Veranstalter um kurze Erlaubnis. „Sie sagten, wir sollen schnell gehen und uns beeilen“, schildert die Wienerin gegenüber „Heute“.

Brutale Eskalation

Was folgte, eskalierte innerhalb kürzester Zeit. „Es wurde gegen die Tür geklopft und getreten. Dann wurde sie von außen aufgerissen.“ Mehrere junge Männer und Frauen sollen daraufhin vor der Tür gestanden und die 23-Jährige ausgelacht haben. Als sie sich dagegen wehrte und die Gruppe beschimpfte, soll ein Mann handgreiflich geworden sein. „Er schlug mir mit der Faust gegen die Schläfe. Ich ging sofort zu Boden und verlor das Bewusstsein.“

Nach dem Wiedererlangen des Bewusstseins dauerte der Angriff an. „Mehrere Männer traten auf meinen Kopf ein. Ich konnte mich nur noch zusammenrollen und versuchen, meinen Kopf mit den Händen zu schützen.“ Beendet wurde die Attacke laut der jungen Frau erst, als die Angreifer sie an der Hose packten und aus dem Badezimmer zerrten. „Sie haben mir die Hose zerrissen und heruntergezogen. Ich musste praktisch in Unterhose aus der Wohnung kriechen.“

Ihre Begleiterin versuchte ihr zu helfen, wurde dabei jedoch selbst angegriffen und flüchtete schließlich aus Angst. Auch im Stiegenhaus sollen Frauen, die der Gruppe zugerechnet werden, noch weiter auf die 23-Jährige eingeschlagen haben. Nachbarn wurden durch die Schreie aufmerksam und eilten ihr zu Hilfe. „Die Leute gaben ihr schließlich eine Hose, damit sie nicht halb nackt auf der Straße stehen musste“, berichtet die sichtlich erschütterte Wienerin gegenüber „Heute“.

Ermittlungen laufen

Als die Polizei eintraf, hatten sich die mutmaßlichen Täter bereits vom Tatort entfernt. Die Ermittlungen laufen, mehrere Personen wurden angezeigt. „Drei Beschuldigte sind bislang noch nicht bekannt, die beiden Opfer waren gleichzeitig auch mutmaßlich Täterinnen und wurden dementsprechend wegen des Verdachts der Körperverletzung angezeigt“, erklärte Polizeisprecher Markus Dittrich gegenüber „Heute“.

Die 23-Jährige zog sich zahlreiche Prellungen, Beulen am Kopf sowie eine Kieferprellung zu und wurde im Wiener AKH medizinisch versorgt.

Ihrem Gesundheitszustand nach geht es ihr inzwischen besser.

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KO KOSMO-Redaktion
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