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Hubschraubereinsatz

Schreie am Berg vermutlich nur ein Scherz – Retter stundenlang im Einsatz

Schreie am Berg vermutlich nur ein Scherz – Retter stundenlang im Einsatz
FOTO: iStock
2 Min. Lesezeit |

Ein falscher Alarm auf der Katrin in Bad Ischl hat die Bergrettung und die Flugpolizei zu einem aufwendigen Sucheinsatz veranlasst.

Ausgelöst wurde der Einsatz durch einen Freizeitsportler, der im bergigen Gelände der Katrin in Bad Ischl vermeintliche Hilfeschreie wahrnahm. Daraufhin rückten acht Mitglieder der Bergrettung aus und durchkämmten das Gebiet rund zwei Stunden lang. Auch ein Hubschrauber der Flugpolizei wurde zur Unterstützung angefordert.

Am Ende blieb die Suche ohne Ergebnis – die Retter gehen davon aus, dass die Schreie möglicherweise absichtlich und ohne ernsten Hintergrund gerufen wurden.

Klare Ansage

Manfred Zopf, Ortsstellenleiter der Bergrettung Bad Ischl, zeigte sich über derartige Vorfälle wenig verständnisvoll: „Das tut man natürlich nicht. Wir gehen aber lieber zwei Stunden suchen und finden nichts, bevor etwas Schlimmeres geschieht.“ Zopf verwies zudem darauf, dass es in der Vergangenheit bereits zu Fehleinschätzungen gekommen sei – etwa wenn Eulenrufe mit Hilferufen verwechselt oder Stirnlampen im Gelände als Notsignal gedeutet wurden.

Solche Irrtümer binden nicht nur wertvolle Ressourcen, sondern verursachen auch erhebliche Kosten. Für Einsätze der Österreichischen Bergrettung gelten bundesweit abgestimmte Pauschalen von 306 Euro pro Stunde für einen Kleineinsatz, 612 Euro pro Stunde für einen Standardeinsatz und 1.124 Euro pro Stunde für einen Großeinsatz. Bei Hubschrauberbergungen werden bei rund 40 Minuten Flugzeit Kosten von etwa 5.000 bis 6.000 Euro veranschlagt.

Öffentlicher Appell

Die Bergrettung Bad Ischl wandte sich daraufhin öffentlich an die Bevölkerung und rief eindringlich dazu auf, auf mutwillige Fehleinsätze zu verzichten. In der Reaktion darauf äußerten viele Menschen online scharfe Kritik an solchem Verhalten.

Die Einsatzkräfte wiesen dabei auf eine grundsätzliche Gefahr hin: Wer durch falsche Alarmierungen das Vertrauen in Notrufe untergräbt, riskiert, dass echte Notfälle künftig weniger ernst genommen werden.

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KO KOSMO-Redaktion
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