Keine Artikel gefunden
Versuche einen anderen Suchbegriff
Rettung

Unter 200-Kilo-Stein eingeklemmt – Bergsteiger löst Großeinsatz aus (FOTOS)

Unter 200-Kilo-Stein eingeklemmt – Bergsteiger löst Großeinsatz aus (FOTOS)
FOTO: Feuerwehr Neustift im Stubaital
2 Min. Lesezeit |

Tief im Gletschereis, eingeklemmt unter einem 200-Kilo-Stein: Ein Bergsteiger erlebt am Stubaier Gletscher einen Alptraum.

In den Tiroler Alpen ist ein 69-jähriger Bergsteiger aus Deutschland in eine Gletscherspalte gestürzt und dabei von einem schweren Stein eingeklemmt worden. Der Vorfall ereignete sich am Montagnachmittag am Sulzenauferner, dem größten Gletscher der Stubaier Alpen, als der Mann aus Hessen gemeinsam mit zwei Begleitern von der 3498 Meter hohen Pfaffenschneide abstieg. Dabei verlor er den Halt, rutschte rund acht Meter ab und fiel in eine zwei Meter tiefe Spalte im Eis.

Ein Sprecher der Feuerwehr Neustift im Stubaital schilderte die Lage: „Ein nachrutschender Stein mit einem Gewicht von rund 200 Kilogramm klemmte die Person zusätzlich ein.“

Aufwendige Rettung

Weil eine direkte Landung an der Unfallstelle nicht möglich war, setzte ein Hubschrauber die Einsatzkräfte der Bergrettung in der Nähe ab. Nach einem kurzen Anmarsch zu Fuß gelangten die Retter zur Gletscherspalte und errichteten einen Flaschenzug, mit dem der rund 200 Kilogramm schwere Stein vom Unterschenkel des Mannes angehoben und er schließlich befreit werden konnte.

An dem Einsatz beteiligten sich insgesamt 17 Bergretter, 20 Feuerwehrleute sowie zwei Hubschrauber. Der 69-Jährige wurde noch vor Ort medizinisch versorgt und anschließend ins Krankenhaus Hall in Tirol geflogen. Nach etwas mehr als drei Stunden war der Einsatz abgeschlossen.

Der Bergsteiger kam mit Schürfwunden und Quetschungen davon.

Unabhängiger Journalismus braucht Unterstützung

Guter Journalismus entsteht nicht nebenbei. Gründliche Recherche, sorgfältige Faktenprüfung und eine kritische Einordnung brauchen Zeit, Erfahrung und Ressourcen. Damit wir weiterhin unabhängig berichten können – frei von politischem oder wirtschaftlichem Einfluss – sind wir auf deine Unterstützung angewiesen.

Hilf mit, unabhängigen Journalismus zu sichern.
KO KOSMO-Redaktion
Teilen