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Anlagebetrug

Online-Trading-Falle: Kärntner verliert mehrere zehntausend Euro

Online-Trading-Falle: Kärntner verliert mehrere zehntausend Euro
(Symbolbild FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Eine Werbe-E-Mail, eine vermeintliche Trading-Plattform – und plötzlich sind mehrere zehntausend Euro weg. Ein 66-jähriger Kärntner wurde Opfer eines Anlagebetrugs.

Ein 66-jähriger Mann aus dem Bezirk Spittal an der Drau ist Opfer eines Internet-Anlagebetrugs geworden. Über eine vermeintliche Online-Trading-Plattform gelang es unbekannten Tätern, mehrere zehntausend Euro auf ausländische Bankkonten zu transferieren. Der Fall nahm im Juni 2026 seinen Anfang, als der Mann im Internet beziehungsweise durch eine Werbe-E-Mail auf die Plattform aufmerksam wurde.

Der Kärntner Fall reiht sich in eine besorgniserregende Entwicklung ein: Laut Innenministerium und Bundeskriminalamt wurden in Österreich im Zeitraum 2021 bis 2024 insgesamt über 10.000 Fälle von Online-Anlagebetrug angezeigt, wobei die polizeilich bekannte Schadenssumme von rund 50 Millionen Euro im Jahr 2021 auf etwa 110 Millionen Euro im Jahr 2024 angestiegen ist. Die österreichische Finanzmarktaufsicht (FMA) berichtet zudem, dass ihr im Jahr 2025 insgesamt 843 Betrugsfälle mit einer Schadenssumme von 19,6 Millionen Euro gemeldet wurden und dass sie im selben Jahr 97 Warnmeldungen vor unerlaubt tätigen Anbietern veröffentlichte, die zumeist Handelsplattformen betreffen.

Fernzugriff missbraucht

Nachdem sich der Mann auf der Plattform registriert und ein Kundenkonto eingerichtet hatte, nahmen die Täter sowohl telefonisch als auch über einen Messenger-Dienst Kontakt mit ihm auf. Im weiteren Verlauf brachten sie ihn dazu, ihnen mithilfe der Fernzugriffssoftware AnyDesk Zugang zu seinem Computer zu gewähren. Diesen Zugriff nutzten die Betrüger, um mehrere zehntausend Euro auf Konten in den Niederlanden und Litauen zu überweisen.

So schützt man sich

Das Bundeskriminalamt warnt grundsätzlich vor betrügerischen Online-Trading-Plattformen. Anleger sollten vor einer Investition überprüfen, ob der Anbieter bei der Finanzmarktaufsicht zugelassen ist und ob bereits Warnmeldungen vorliegen. Besonders wichtig: Fremden sollte niemals über Programme wie AnyDesk oder TeamViewer Fernzugriff auf Computer, Smartphone oder Konto gewährt werden.

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KO KOSMO-Redaktion
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