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Wettbewerbsstreit

Heineken soll 111 Millionen zahlen – jetzt kämpft der Biergigant

Heineken soll 111 Millionen zahlen – jetzt kämpft der Biergigant
(istockfoto: Heineken)
2 Min. Lesezeit |

111 Millionen Euro Schadenersatz und Zinsen: Heineken soll im Rechtsstreit um seine griechische Tochter zahlen – der Konzern kündigt Berufung an.

Ein niederländisches Gericht hat der griechischen Brauerei Macedonian Thrace Brewery (MTB) im Rechtsstreit mit Heineken und dessen Tochtergesellschaft Athenian Brewery insgesamt 111 Millionen Euro zugesprochen. Wie Heineken am Mittwoch, dem 21. Oktober, mitteilte, setzt sich die Summe aus 43 Millionen Euro Schadenersatz und 68 Millionen Euro aufgelaufenen Zinsen zusammen.

Hintergrund sind die Geschäftspraktiken von Athenian Brewery auf dem griechischen Biermarkt zwischen 1998 und 2014. Die griechische Wettbewerbsbehörde hatte die Heineken-Tochter bereits 2015 wegen Missbrauchs ihrer marktbeherrschenden Stellung mit einer Geldstrafe von 31,5 Millionen Euro belegt. Im nun entschiedenen Zivilverfahren geht es um den Schadenersatz für den Wettbewerber MTB.

Heineken kündigt Berufung an

Heineken widerspricht wesentlichen Teilen der Urteilsbegründung und will die Entscheidung anfechten. Der Konzern bezeichnet die Schadenersatzforderung von MTB als unrealistisch und kritisiert die Grundlagen der gerichtlichen Berechnung. Diese beruhe teilweise auf Annahmen darüber, welche Umsätze, Preise und Gewinne MTB unter anderen Wettbewerbsbedingungen hätte erzielen können.

Nach Auffassung von Heineken müssten diese Annahmen sorgfältig anhand der verfügbaren wirtschaftlichen Daten und der damaligen Marktentwicklung überprüft werden. Der zugesprochene Schadenersatz berücksichtige diese Faktoren aus Sicht des Konzerns nicht angemessen.

Mit der angekündigten Berufung will Heineken die strittigen Punkte gerichtlich überprüfen lassen. Wie das Verfahren letztlich ausgehen wird, ist offen.

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KO KOSMO-Redaktion
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