Heizöl, Diesel, Strom – die Energiekosten treffen österreichische Haushalte mit voller Wucht. Ein Ende der Belastung ist nicht in Sicht.
Im September haben die Energiepreise in Österreich einen neuen Rekordstand erreicht. Besonders Heizöl und Diesel sind von den Preissteigerungen betroffen, was Haushalte vor erhebliche finanzielle Belastungen stellt.
Laut der Österreichischen Energieagentur lagen die Energiepreise im September um 15,1 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Haushalte, die zum Heizen auf Heizöl angewiesen sind, trifft es dabei am härtesten: Der Preis für Heizöl kletterte im Jahresvergleich um 63,1 Prozent nach oben. Auch an der Zapfsäule spüren Autofahrer die Entwicklung deutlich – Diesel wurde um 42,3 Prozent teurer, Superbenzin um 25,5 Prozent. Gegenüber dem Vormonat August legten die Energiepreise zusätzlich um 3,9 Prozent zu.
Ursachen des Anstiegs
Für den starken Preisanstieg sind mehrere Faktoren verantwortlich. Im Vordergrund stehen knappe Raffineriekapazitäten sowie Störungen auf den Transportwegen. Hinzu kommt die Schwäche des Euro gegenüber dem US-Dollar: Da Erdöl und Treibstoffe international in US-Dollar gehandelt werden, verteuern sich dadurch die Importe nach Europa. Energieexperte Lukas Zwieb stellt klar, dass die CO₂-Bepreisung gegenüber dem Vorjahr unverändert geblieben ist und somit nicht als Ursache für den aktuellen Preissprung herangezogen werden kann.
Mögliche Gegenmaßnahmen
Als Gegenmaßnahme empfiehlt es sich, Strom- und Gasanbieter regelmäßig zu vergleichen – insbesondere dann, wenn eine bestehende Preisgarantie demnächst ausläuft. Wer sein Fahrverhalten anpasst, kann zudem den Kraftstoffverbrauch spürbar senken. Bei den Heizkosten lässt sich durch angepasste Raumtemperaturen und eine regelmäßige Wartung der Heizkörper einiges einsparen.
Dennoch bleibt die Lage angespannt: Lukas Zwieb warnt, dass „mit erhöhten Energiekosten zu rechnen“ sei, und eine baldige Entspannung der Situation sei derzeit nicht absehbar.