Vergangene Woche ereignete sich auf dem Pazifik ein kaum fassbares Ereignis, das kühnste Abenteurer erblassen lässt. Tim Shaddock, ein australischer Seefahrer mit Vorliebe für rohen Fisch und Regenwasser, und seine treue Hündin wurden nach zwei Monaten Seenot gerettet – eine Triumphgeschichte von Mann gegen Natur, wie BBC berichtet.
Der 51-jährige Shaddock, stolzer Besitzer eines Heimathafens in Sydney, war im Frühjahr aufgebrochen, um von Mexiko aus Französisch-Polynesien zu erreichen. Doch der Pazifik hatte andere Pläne, und ein verheerender Sturm beschädigte sein Schiff wenige Wochen nach Beginn der Reise. Ihr unfreiwilliger Seestopp erstreckte sich über Monate, bis ein zufällig vorbeifahrendes Fischerboot – dank Hubschrauberaufmerksamkeit – ihr Notsignal bemerkte und zu Hilfe eilte.
An Bord des Fischerbootes bestätigte ein Arzt gegenüber dem australischen Sender „9News“ den stabilen Gesundheitszustand Shaddocks. Er und seine Hündin hatten sich in eine herausfordernde Reise von mehr als 6000 Kilometern von der mexikanischen Stadt La Paz aus gestürzt. Unglücklicherweise führten schlechtes Wetter und Folgeschäden an der Schiffselektronik dazu, dass Shaddock schnell die Orientierung verlor.
Australian sailor Tim Shaddock has been rescued after being adrift for two months, surviving by eating raw fish and drinking rainwater. pic.twitter.com/99fBy2Tk82
— The Project (@theprojecttv) July 16, 2023
Nach zwei Monaten auf hoher See waren die Spuren der Strapazen bei der Rettung nahe der mexikanischen Küste sichtbar: ein ausgezehrter Shaddock, dessen Gesicht nun von einem dichten Vollbart bedeckt war. „Ich habe eine sehr schwierige Situation auf See durchgemacht. Ich brauche nur eine Pause und gutes Essen, da ich lange alleine auf See war. Ansonsten bin ich sehr gesund“, sagte Shaddock in einem Video, das „9News“ erhielt. Er betonte, dass seine Angelausrüstung entscheidend für sein Überleben war und er sich vor Sonnenbrand schützen konnte, indem er unter dem Vordach seines Bootes Schutz suchte.
Die Bilder nach der Rettung zeigten Shaddock glücklich und erleichtert, ein Blutdruckmessgerät am Arm, freudestrahlend im Kreise seiner Retter. Nun bringt ihn das Fischerboot, das sein Überleben sicherte, zurück nach Mexiko. Hier wird er weiteren medizinischen Untersuchungen unterzogen und erhält bei Bedarf weitere Behandlungen. Ein dramatisches Kapitel in Shaddocks Leben findet somit sein versöhnliches Ende.