Die Enttäuschung nach dem vorzeitigen Aus in der Champions League schlug bei einem Fußballstar in Besorgnis um. Joao Cancelo, der portugiesische Verteidiger, wurde Ziel einer Welle von Hassbotschaften in den sozialen Medien, die sogar vor seiner Familie nicht Halt machten.

Digitale Anfeindungen
Unmittelbar nach der Niederlage seines Teams fand Cancelo in seinem Instagram-Postfach Nachrichten vor, die in ihrer Grausamkeit kaum zu übertreffen sind. „Die Leute sagen alles Mögliche. Es gibt Kommentare auf Instagram, in denen meiner Tochter, die noch nicht einmal geboren ist, der Tod gewünscht wird„, erklärte der Spieler gegenüber „ESPN“ (Joao Cancelo). Cancelo, angegriffen in seiner Rolle als werdender Vater, steht diesen digitalen Entgleisungen fassungslos gegenüber.
Keine Konfrontation
Der Abwehrakteur des gestrauchelten Teams ist sich sicher, dass die Angreifer im persönlichen Gespräch den Mut verlieren würden. „Sie würden es mir nicht ins Gesicht sagen, weil wir dann ein Problem hätten, aber in den Kommentaren schreiben sie, was sie wollen“, äußert Cancelo seinen Unmut über die fehlende Konfrontationsbereitschaft der Online-Trolle (Joao Cancelo).
Cancelo fordert Respekt
Neben der eigenen Person nimmt Cancelo besonders Anstoß an der Respektlosigkeit gegenüber seiner Lebensgefährtin und seiner Tochter. „Sie beleidigen meine Partnerin, meine Tochter und unser ungeborenes Baby. Es ist eine grausame Welt, und man muss wissen, wie man damit leben kann“, sagt Cancelo und legt dar, wie ernst er die Situation nimmt (Joao Cancelo).
Appell an die Menschlichkeit
Cancelo appelliert an das Gewissen der Öffentlichkeit, sich an den tatsächlichen Menschen hinter dem Sportler zu erinnern. „Einem Baby den Tod zu wünschen, ist wirklich ernst. Ich weiß einfach nicht mehr, was ich sagen soll“, gesteht der Fußballprofi und fordert mehr menschliche Anteilnahme, anstatt blinde Verurteilung (Joao Cancelo).
Die Familie des Verteidigers erwartet ihr zweites Kind, während sie gleichzeitig mit den Schattenseiten der Bekanntheit kämpfen müssen.
