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Versorgungskrise

Ärztekammer schlägt Alarm: 1.300 Medikamente fehlen – auch Impfungen

Ärztekammer schlägt Alarm: 1.300 Medikamente fehlen – auch Impfungen
FOTO: iStock/nortonrsx
2 Min. Lesezeit |

Während Apotheken mit 1.300 fehlenden Medikamenten kämpfen, verschärft sich ein weiteres Versorgungsproblem: Der kostenfreie Gürtelrose-Impfstoff ist nicht lieferbar.

Der Arzneimittel-Vollgroßhändler Phago meldet aktuell Lieferengpässe bei rund 1.300 Medikamenten. Besonders kritisch ist die Versorgungslage bei Diabetespräparaten und antibiotischen Augentropfen, wo nach wie vor erhebliche Ausfälle zu verzeichnen sind. Auch bei Psychopharmaka bleibt die Situation laut Phago weiterhin „unter Beobachtung“.

In einer separaten Mitteilung prangert die Ärztekammer Wien den Mangel an Gürtelrose-Impfstoff an. Obwohl seit dem 1. November 2025 die Impfung gegen Gürtelrose (Herpes Zoster) für Menschen ab 60 Jahren sowie definierte Risikogruppen kostenfrei angeboten wird, ist das Vakzin derzeit „erneut nicht verfügbar“, wie die Kammer beklagt.

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Impfstoff-Versorgungskrise

Die Vizepräsidentin der Ärztekammer, Naghme Kamaleyan-Schmied, äußert deutlichen Unmut: „Die kostenlose Impfung gegen Herpes Zoster klingt schön und ist sinnvoll, aber in der Praxis hält das Versprechen nicht.“ Das Gesundheitsministerium stellt lediglich in Aussicht, dass „im Laufe des ersten Halbjahres 2026 eine große Menge“ des Impfstoffs wieder zur Verfügung stehen soll.

Unvollständiger Impfschutz

Eine zusätzliche Komplikation ergibt sich aus dem Impfschema: Die Immunisierung gegen Herpes Zoster erfordert zwei Dosen, die im Zeitraum von zwei bis sechs Monaten verabreicht werden müssen. „Viele Patientinnen und Patienten haben bisher nur die erste Teilimpfung erhalten.

Ob die zweite Dosis rechtzeitig verfügbar sein wird, ist ungewiss“, warnt Kamaleyan-Schmied.

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KO KOSMO-Redaktion
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