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Anti-Terror: Deutschland fasst Balkan ins Auge

BND Deutschland nimmt Balkan ins Visier
(FOTO: zVg.)

Der Bundesnachrichtendienst (BND) soll den Balkan zukünftig vermehrt ins Visier nehmen. In diesem Zusammenhang werden auch verstärkte Kooperationen mit anderen Diensten angestrebt.

Mit Berufung auf Sicherheitskreise und den vermeintlichen wachsenden islamistischen Bestrebungen in der Region möchte der BND die Situation am Balkan genauer im Augen behalten. Dies geht aus einem Bericht der „Berliner Zeitung“ hervor.

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Ein neuer Europol-Report warnt davor, dass die Balkanregion auch weiterhin verwundbar für islamistischen Terrorismus sei und Terror-Kämpfer über diese Länder reisen würden.

Das Hauptaugenmerk liege vor allem auf Bosnien-Herzegowina. Allerdings würden auch die anderen Nachfolgestaaten Jugoslawiens als höchst zerbrechliches Gebilde und somit als potentiell gefährlich betrachtet.

In den Investitionen der Golfstaaten sehe man ein Indiz dafür, dass der gemäßigte europäische Islam der Region durch eine radikalere Variante ersetzt werden könnte.

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Ein weiterer Grund für vermehrte Kontrolle sei die Tatsache, dass sich in den vergangenen Jahren zahlreiche Kämpfer aus Bosnien jihadistischen Gruppen angeschlossen haben sollen. Wie berichtet wird, war die Anzahl dieser in keinem anderen europäischen Land höher.

Auch der Balkan-Route werde in Zukunft wieder vermehrt ins Auge gefasst, da über die Türkei und Griechenland Migranten nach Zentraleuropa drängen würden, welche es zu beobachten gelte.