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EU warnt: Balkan weiterhin wichtige Route für Terroristen

Balkan Route für Terroristen
(FOTO: Flickr/Testing freeSetup)

Ein neuer Europol-Report warnt davor, dass die Balkanregion auch weiterhin verwundbar für islamistischen Terrorismus sei und Terror-Kämpfer über diese Länder reisen würden.

Aus dem jährlichen EU-Bericht über Terrorismus und dessen Entwicklung, welcher am 15. Juni veröffentlicht wurde, geht hervor, dass Terroristen über den Balkan nach Syrien und andere Krisenregionen reisen. Mehr als 800 ausländische Terrorkämpfer sollen über die Balkanstaaten gereist und sich den bewaffneten Konflikten angeschlossen haben.

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Am 14. Juni wollen alle Imame der Islamischen Glaubensgemeinschaft (IGGiÖ) eine Deklaration gegen Extremismus unterzeichnen. Nach dem erneuten Anschlag in London möchten nun muslimische Vertreter ein Zeichen gegen internationalen Terrorismus setzen.

 

Ebenso geht aus dem Report hervor, dass die Syrien-Krise für große Resonanz in den mehrheitlich muslimischen Staaten Albanien und Kosovo, sowie auch in den anderen Balkanländern Bosnien-Herzegowina, Mazedonien und Serbien, gesorgt habe.

„In einigen Teilen des Westbalkans sorgt eine radikale islamistische Ideologie, verbreitetet durch Geistliche und Führer von Salafisten-Gruppen dafür, dass das traditionelle Verständnis des Islams der Region ins Wanken gerät“, steht darin geschrieben.

„Bosnien-Herzegowina, die sogenannte Sandžak-Region [zwischen Serbien und Montengro], die albanisch-sprachigen Territorien in Serbien und der ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien, Kosovo und Albanien galten bis vor Kurzem als Hotspots für die Radikalisierung, Rekrutierung und Transportaktivitäten mit Ziel in Syrien“, war im Bericht ferner zu lesen.

Die Balkanregion hätte sich zu einer gut ausgebauten Route für Ein- und Ausreisen aus den Konfliktregionen im Nahen Osten entwickelt.

Gefahr für den Balkan?
Die Erfahrungen, welche die Terrorkämpfer aus dem Westbalkan im Nahen Osten gemacht haben, würden bei ihrer Rückkehr eine große Gefahr für die regionale Sicherheit darstellen.

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Auch BIRN berichtet im März 2016 davon, dass eine große Anzahl an Bürgern des Westbalkans, worunter sich auch ehemalige Terrorkämpfer befinden würden, in ihre Heimatländer zurückgekehrt seien. Alle Staaten am Balkan sehen in den Rückkehreren potentielle Gefährdungen für die Sicherheit und haben Gesetze abgeändert, um die Überprüfung von verdächtigen Personen zu erleichtern.

Aus dem Europol-Bericht geht zudem hervor, dass der illegale Waffenbesitz ein weiteres Sicherheitsproblem für den Balkan darstellt. Was jedoch seitens der EU dementiert wird, sind die angeblichen Trainings-Camps für Terroristen in der Balkanregion. „Die vorliegenden Daten bekräftigen die Medienberichten von der Existenz sogenannter ‚Trainings-Camps‘ nicht.“

Als größte Gefahr für den Balkans wird im EU-Report der jihaddisten Terrorismus bezeichnet, welcher durch durch Rückkehrer aus den Konfliktgebieten, sowie durch radikalisierte Einheimische repräsentiert werde.