Vier Teams, zwei Plätze, maximale Spannung: Bei der Handball-EM liefern sich Kroatien und Slowenien ein packendes Duell um die Tabellenführung in der Hauptrundengruppe II.
Ein Handball-Krimi mit offenem Ende: In Malmö spitzt sich der Kampf ums Halbfinale dramatisch zu. Die Hauptrundengruppe II entwickelt sich zum Nervenkitzel par excellence – vier Teams buhlen noch um die begehrten zwei Plätze in der Vorschlussrunde. Nach Islands überraschendem Punktverlust gegen die Schweiz lieferten sich Kroatien und Slowenien ein packendes Duell um die Tabellenführung. Die Kroaten mussten lange kämpfen, setzten sich am Ende aber mit 29:25 durch.
Die Slowenen fanden zunächst keinen Rhythmus. Nach zehn Minuten führten die Kroaten bereits mit 4:1. Besonders Matej Mandic vom SC Magdeburg brillierte zwischen den Pfosten.
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Der Schlussmann parierte unter anderem einen Siebenmeter von Domen Makuc und zelebrierte jede gelungene Aktion vor den kroatischen Anhängern, die im ersten Durchgang in Tornähe Platz genommen hatten.
Als Krönung seiner Leistung traf Mandic sogar selbst ins verwaiste slowenische Gehäuse zum 10:7 – eine Spezialität, die er sich offenbar bei seinem Vereinskollegen Sergey Hernandez abgeschaut hat. Auch Coach Dagur Sigurdsson honorierte den Treffer mit geballten Fäusten. Mit einem 14:11-Vorsprung ging es in die Kabinen.
Dramatische Wendungen
Nach dem Seitenwechsel folgte ein Rückschlag für die Kroaten: Zvonimir Srna vom französischen Club Montpellier musste verletzt vom Parkett. Der Rückraumspieler zog sich bei einem Sprungwurf ohne gegnerische Einwirkung eine Oberschenkelblessur zu und humpelte vom Feld.
Die Slowenen nutzten diese Phase, packten in der Abwehr entschlossener zu und kämpften sich zum 18:18-Ausgleich in der 42. Minute. Mehr war jedoch nicht drin. Zudem schwächten sie sich selbst, als Stas Jovicic nach einem Griff in den Wurfarm von Ivan Martinovic von den bosnischen Unparteiischen mit der Roten Karte vom Feld geschickt wurde.
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Finale Entscheidung
Die Kroaten eroberten die Führung zurück und ließen in der Schlussphase nichts mehr anbrennen. Am Abend will Schweden nach der Niederlage gegen Island Wiedergutmachung betreiben und gegen Ungarn punkten.
Die endgültige Entscheidung über das Weiterkommen fällt jedoch erst am Mittwoch, wenn Slowenien auf Island trifft, Kroatien gegen Ungarn antritt und Schweden die Schweiz herausfordert. Nur zwei Teams werden am Ende den Halbfinaleinzug feiern können, für eine dritte Mannschaft bleibt immerhin noch das Spiel um Platz 5.
Zuvor hatten sich Island und die Schweiz in einem torreichen Spektakel mit 38:38 getrennt.