
Rechts, links, vorne, Mitte, hinten
„Danke. Weißt du, von welchem Peron der abfährt?“
Sie lacht kurz. „So etwas haben wir nicht. Du findest deinen Bus vorne links.“
Das Ordnungssystem hier ist für Nicht-Albaner gelinde gesagt nicht unmittelbar intuitiv.
Ich gehe zum Parkplatz.
Ankommende, Abreisende und Begleiter stapfen unkoordiniert über den Asphalt.
Es gibt keinerlei Schilder, keinerlei Bodenmarkierungen.
Minibusse und Privatautos fahren über den Platz.

Busfahrer auf Pause stehen an den wenigen schattigen Plätzen an diesem ausnehmend heißen späten Vormittag Ende August.
Die Busse scheinen großteils in gutem Zustand zu sein, und auch nicht älter als das, womit man in Bosnien oder Serbien fährt.
In den paar Jahren, seit meine gute Freundin Selma Asotić in Tirana war, scheint sich doch etwas zum Besseren entwickelt zu haben.

Einen zentralen Busbahnhof für die Stadt haben sie bis heute nicht hinbekommen.
Die Ankündigung, dass es einen solchen geben soll, ist auch schon fünf Jahre her.
Andererseits: Wien hat bis heute keinen zentralen Busbahnhof geschafft.
Allerdings sind die Richtungsschilder doch deutlich besser.
Und es gibt Fahrpläne.
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