180 Millionen Yuan, 7.000 Gäste und Geldscheine zum Selberzählen – ein chinesischer Firmenchef sorgt für Bilder, die viral gehen.
Stapelweise Scheine, strahlende Gesichter, eine Bühne voller Bargeld – was wie eine Filmszene wirkt, spielte sich Mitte Februar in der chinesischen Provinz Henan ab. Beim Jahresfest der Henan Kuangshan Crane Co., Ltd. wurden Mitarbeiter einzeln auf die Bühne gebeten, um ihre Neujahrsprämien in Empfang zu nehmen – und zwar buchstäblich: in bar, gebündelt, zum Selberzählen. Wer schneller zählte, nahm mehr mit nach Hause.
Videos davon verbreiteten sich rasend schnell in den chinesischen sozialen Netzwerken. Zu sehen sind Angestellte, die an langen Tischen Geldscheine sortieren, andere, die kaum in der Lage sind, die dicken Bündel in den Armen zu halten. Der Grund für den Ansturm auf die Plattformen: Das Unternehmen schüttete Boni in Höhe von insgesamt 180 Millionen Yuan aus – umgerechnet rund 26 Millionen US-Dollar.
Das entspricht knapp 70 Prozent des Jahresgewinns von 270 Millionen Yuan. Die Feier am 13. Februar bot den passenden Rahmen für diese ungewöhnliche Geste. Rund 7.000 Gäste nahmen an dem Fest teil, für das 800 Banketttische aufgestellt worden waren.
La empresa china Henan Kuangshan Crane Co., Ltd., un fabricante internacional de grúas y productos de manipulación de materiales, repartió más de 180 millones de yuanes (26 millones de dólares) en bonificaciones de fin de año a sus empleados, informaron medios locales.
Durante… pic.twitter.com/vZ158ABUrr
— Su Mundo Digital (@sumundodigital) February 25, 2026
Spontane Großzügigkeit
Allein vor Ort wurden mehr als 60 Millionen Yuan in bar ausgezahlt – der Rest floss digital auf die Konten der Belegschaft. Mittendrin: Firmenchef Cui Peijun, der die Veranstaltung sichtlich genoss. Als er bemerkte, dass die Finanzabteilung unter anderem Waschmaschinen als Sachprämien vorbereitet hatte, griff er spontan zum Mikrofon.
„Warum verteilen wir Waschmaschinen?“, fragte er in Richtung seiner Mitarbeiter. „Bringt Bargeld – und gebt jedem noch einmal 20.000 Yuan dazu.“ Frühere Jahresfeste hatte das Unternehmen mit Goldschmuck beschenkt, diesmal sollte es Bares sein.
Cui hält rund 98,88 Prozent der Unternehmensanteile. Gegründet wurde die Firma im September 2002, sie ist auf Herstellung und Wartung von Kränen sowie Materialhandhabungsgeräten spezialisiert und mittlerweile in mehr als 130 Ländern tätig. Bereits im Vorjahr hatte das Unternehmen 170 von 260 Millionen Yuan Nettogewinn an die Belegschaft weitergegeben.
Reaktionen im Netz
Im März 2024 verteilte es anlässlich des Internationalen Frauentags Prämien von knapp 1,6 Millionen Yuan an 2.000 Mitarbeiterinnen. Dieses konsequente Muster hat Cui in den sozialen Medien einen Spitznamen eingebracht: „der Chef, der am liebsten Geld verschenkt.“ Den nimmt er gelassen – und korrigiert ihn auf seine Art.
A dream corporate party took place in China
During a Chinese New Year celebration, Henan Kuangshan Crane piled up mountains of cash for 7,000 employees.
There were $26 million in cash laid out on the table. The only rule: take it with your hands and carry it away yourself.
The… pic.twitter.com/hH79ej7Bk6
— NEXTA (@nexta_tv) February 26, 2026
Er verstehe einfach, dass viele junge Menschen unter der Last von Auto- und Wohnungskrediten steckten, sagte er. Jede Unterstützung, die das Unternehmen leisten könne, mache für sie einen echten Unterschied. Die Reaktionen im Netz ließen nicht lange auf sich warten.
„Das ist ein echter Gott des Reichtums in Menschengestalt – möge es mehr solche Unternehmer geben“, schrieb ein Nutzer. Ein anderer meinte: „Ist das nicht die wirkungsvollste Werbung überhaupt? Wer seine Mitarbeiter gut behandelt, bekommt bessere Arbeit zurück.“ Und ein Dritter brachte es schlicht auf den Punkt: „Mit so einem Jahresbonus – wer würde dort nicht gerne arbeiten?“