Der angepasste Artikeltext mit den eingefügten Inhalten an geeigneten Stellen:
600 Passagiere, sechs Flugzeuge, eine Nacht – und eine Feuerwehr, die niemand rief. Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft.
Rund 600 Reisende verbrachten eine unfreiwillige Nacht in sechs am Boden stehenden Flugzeugen am Flughafen München – stundenlang, ohne ausreichende Versorgung oder Möglichkeit zum Aussteigen. Während der Flughafen und die Lufthansa zentrale Fragen weiterhin offen lassen, erhebt die Deutsche Feuerwehr-Gewerkschaft (DFeuG) schwere Vorwürfe. Bundesvorsitzender Siegfried Maier (55) spricht von einem klaren Versagen der Verantwortlichen.
Inhalt 1:
⇢ Schnee legt Flughafen lahm: 500 Reisende sitzen ganze Nacht im Flieger fest
Der Vorfall ereignete sich in der Nacht zum Freitag, 21. Februar 2026. Ursache waren massive Schneefälle, die zu überdurchschnittlich langen Enteisungszeiten und kurzfristigen Schließungen der Start- und Landebahnen zur Schneeräumung führten. Insgesamt waren sechs Flüge betroffen: fünf von der Lufthansa Group und einer von Air Arabia.
Eine Sprecherin des Flughafens erklärte, die verfügbaren Terminalkapazitäten seien „aufgrund der im Tagesverlauf erfolgten Annullierungen mit abgestellten Flugzeugen bereits belegt“ gewesen. Zudem habe „Defizite bei der Kommunikation“ gegeben, die den Busverkehr erheblich eingeschränkt hätten. Worin diese Defizite konkret bestanden, blieb vonseiten der Verantwortlichen unbeantwortet.
Feuerwehr nicht alarmiert
Obwohl die Flughafenfeuerwehr an beiden Standorten durchgehend besetzt war, wurde sie in dieser Nacht zu keinem Zeitpunkt alarmiert. Maier kommentierte dies scharf: „Es ist ein Skandal, dass die Feuerwehr nicht alarmiert wurde. Es gibt ganz wenige Fälle, bei denen die Feuerwehr nicht helfen kann. Aber unseren Kameraden fällt im Notfall immer etwas ein.“
Der Münchner DFeuG-Vorsitzende verwies auf konkrete Möglichkeiten, die zur Verfügung gestanden hätten: „Es gibt extra Rettungstreppen der Feuerwehr, um Passagiere aus den Flugzeugen zu holen. Meines Wissens haben einige der insgesamt 250 Feuerwehrleute eine Einweisung für Notfahrten, um auch Busse vor Ort zu fahren. Wer schwere Feuerwehrfahrzeuge fahren kann, wird auch einen Bus steuern können.“ Ergänzend hielt Maier fest, dass im Bedarfsfall auch Feuerwehrbusse hätten angefordert werden können.
Die Verantwortung für das Chaos sieht Maier eindeutig beim Flughafen: „Das ist ein Versagen des Flughafens! Wichtig wäre auch zu wissen, was die jeweiligen Piloten getan haben, um das Chaos zu beenden. Sie glauben doch nicht, dass ein Staatsgast eine Nacht in einem Flugzeug verbracht hätte. Es wäre mit Sicherheit möglich gewesen, die Menschen aus den Maschinen zu holen.“
Ermittlungen eingeleitet
Das zuständige Polizeipräsidium Oberbayern Nord mit Sitz in Ingolstadt teilte mit, dass in jener Nacht keine Notrufe von betroffenen Passagieren eingegangen seien. Dennoch hat die am Flughafen zuständige Inspektion die Ermittlungen aufgenommen und wird zeitnah einen Bericht an die Staatsanwaltschaft Landshut übermitteln. Diese prüft in weiterer Folge, ob im Zuge der Ereignisse möglicherweise Straftaten begangen wurden.