Auf den Gleisen gestrandet und der Zug naht – für einen 18-jährigen Fahrschüler und seine Familie wurde die Übungsfahrt in Kärnten zur dramatischen Bewährungsprobe.
Bei einer Führerschein-Übungsfahrt in Finkenstein am Faaker See kam es am Freitagnachmittag zu einem Zwischenfall an einem unbeschrankten Bahnübergang. Ein Zug kollidierte mit einem auf den Gleisen stehenden Fahrzeug, nachdem die Insassen das Auto bereits verlassen hatten.
Ein 18-jähriger Fahrschüler war mit seiner 54-jährigen Mutter und seinem 16-jährigen Bruder im Gemeindegebiet Finkenstein am Faaker See unterwegs. An einem mit Lichtzeichen gesicherten, aber unbeschrankten Bahnübergang hielt der junge Mann zunächst vorschriftsmäßig an. Beim Versuch, die leichte Steigung zu überwinden, blieb das Fahrzeug jedoch mitten auf den Schienen stehen.
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📍 Ort des Geschehens
Rechtzeitige Reaktion
Als die Ampelanlage auf Rot umschaltete und sich ein Zug näherte, reagierten die drei Fahrzeuginsassen geistesgegenwärtig und verließen sofort den Wagen. Der Triebfahrzeugführer, der den Bahnübergang gut einsehen konnte, gab mehrfach Warnsignale und leitete umgehend eine Notbremsung ein.
Sowohl die Insassen des Autos als auch die Zugpassagiere blieben unverletzt, wie Feuerwehr und Polizei bestätigten. „Durch das schnelle Eingreifen sowohl der Autoinsassen als auch des Lokführers konnten Personenschäden verhindert werden„, erklärte Arnold Dular, Einsatzleiter der Freiwilligen Feuerwehr Finkenstein am Faaker See.
Die Feuerwehrkräfte setzten nach dem Zusammenstoß hydraulisches Rettungsgerät ein, um Zugang zur Fahrzeugbatterie zu erhalten und diese abzuklemmen. Dadurch konnten mögliche Folgeschäden wie Brände verhindert werden.
Neben den Einsatzkräften aus Finkenstein am Faaker See waren auch Feuerwehrleute aus Gödersdorf vor Ort.