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Gesundheitsvorsorge

Echte Grippe ist echt schrecklich“: Ministerin schlägt Alarm

Echte Grippe ist echt schrecklich“: Ministerin schlägt Alarm
(Symbolbild FOTO: iStock)
3 Min. Lesezeit |

Österreich rüstet sich gegen die Grippewelle: Mit einer landesweiten Kampagne wirbt das Sozialministerium für die kostenlose Influenza-Impfung und erweitert das Schutzangebot.

Das Sozialministerium startet eine umfassende Informationskampagne zur kostenlosen Influenza-Impfung. Mit Inseraten sowie TV- und Radiospots will das Ministerium die Bevölkerung von der Bedeutung dieser Schutzmaßnahme überzeugen. Gesundheitsministerin Korinna Schumann (SPÖ) betont den Ernst der Erkrankung: „Die echte Grippe ist echt schrecklich. Man schützt sich sowie sein Umfeld und entlastet das Gesundheitssystem.“

Fachleute empfehlen, die Influenza-Impfung ab Mitte Oktober oder im November durchführen zu lassen. Die Immunisierung erfolgt beim Hausarzt, wobei viele Unternehmen und Institutionen aktuell zusätzliche Impfaktionen anbieten. Besonders ratsam ist die Grippeimpfung für Senioren, chronisch Kranke, Gesundheitspersonal, werdende Mütter und Menschen mit starkem Übergewicht. Grundsätzlich steht die Impfung jedoch allen Personen offen, die ihr Immunsystem stärken möchten.

Ministerin Schumann weist darauf hin, dass die echte Grippe deutlich schwerwiegender als ein gewöhnlicher grippaler Infekt verläuft – mit intensiven Symptomen und oft langwierigen Krankheitsverläufen, „auch bei jungen Menschen“. Es handle sich nicht um eine simple Erkältung, sondern um eine potenziell lebensbedrohliche Erkrankung. Für Kinder kommt ein nasaler Impfstoff in Form eines Sprays namens „Fluenz“ zum Einsatz. Ab dem vollendeten sechsten Lebensmonat und für Erwachsene wird „Influvac“ verwendet, während Personen ab 60 Jahren „Fluad“ erhalten.

Erweiterte Impfangebote

Ab November wird das kostenlose Impfangebot für Menschen ab 60 Jahren sowie für Risikopersonen um Schutzimpfungen gegen Gürtelrose und Pneumokokken erweitert. Diese Impfungen kosten normalerweise etwa 500 Euro beziehungsweise 100 Euro. Auch die Corona-Impfung bleibt weiterhin kostenfrei. Die Gratisimpfung gegen Humane Papillomaviren (HPV) für 9- bis 30-Jährige wurde bis 30. Juni 2026 verlängert. Diese Immunisierung, die aus zwei Teilimpfungen besteht, kann das Risiko für Gebärmutterhalskrebs um bis zu 90 Prozent senken. HPV-Infektionen werden hauptsächlich beim Geschlechtsverkehr übertragen.

Gesundheitsstaatssekretärin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ) unterstreicht die Bedeutung fundierter Aufklärung: „Information ist wichtig. Die Menschen sollen eine selbstbestimmte Impfentscheidung treffen können.“ Sie empfiehlt ein persönliches Impfgespräch mit dem Hausarzt. Zusätzliche Informationen bietet die Webseite impfen.gv.at. Nach der Corona-Pandemie ist die Gruppe der generellen Impfskeptiker in Österreich gewachsen. Königsberger-Ludwig zeigt sich überzeugt: „Skeptiker kann man mit Information erreichen.“ Bei überzeugten Impfgegnern sei dies allerdings kaum möglich.

Impfziele und Budget

Für das öffentliche Impfprogramm stehen in der laufenden Fünfjahresperiode insgesamt 450 Millionen Euro zur Verfügung. Bei der Influenza-Impfung liegt die Zielvorgabe bei 75 Prozent der über 60-Jährigen. Im Vorjahr haben sich laut Experten des Sozialministeriums lediglich 20 bis 25 Prozent dieser Altersgruppe gegen Influenza impfen lassen.

Diese Zahlen seien jedoch nicht vollständig verlässlich, da nicht alle durchgeführten Impfungen im elektronischen Impfpass dokumentiert wurden.

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KO KOSMO-Redaktion
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