Ein Weltmeister, 144 Kämpfe, 15 Kinder und ein plötzliches Ende, das Argentinien in Trauer versetzt.
Jorge „Locomotora“ Castro, einst einer der gefeiertsten Boxer Argentiniens, ist im Alter von 59 Jahren gestorben. Der ehemalige Weltmeister erlitt einen Herzinfarkt, während er sich in einer Bingo-Halle aufhielt.
Castro befand sich zum Zeitpunkt des Vorfalls in Begleitung seiner Tochter Quimely sowie deren Mutter. Plötzlich klagte er über heftige Schmerzen in der Brust. Seine Tochter schilderte später, wie ihr Vater in den Minuten vor dem Zusammenbruch noch versuchte, selbständig die Toilette aufzusuchen, bevor sich sein Zustand rapide verschlechterte.
„Es war ein Herzinfarkt. Alles dauerte nur etwa 15 Minuten“, sagte Quimely Castro. Alle Bemühungen, ihn wiederzubeleben, blieben ohne Erfolg. Die argentinischen Behörden bestätigten einen natürlichen Tod.
Castros Karriere
Castros Karriere erstreckte sich über rund zwei Jahrzehnte, in denen er insgesamt 144 Profikämpfe bestritt. Den Höhepunkt seiner Laufbahn erreichte er im Jahr 1994, als er Reggie Johnson bezwang und damit den WBA-Weltmeistertitel im Mittelgewicht errang.
Unter Boxfans unvergessen geblieben ist auch sein K.o.-Sieg gegen David Jackson, der seine außergewöhnliche Nehmerqualität und Schlagkraft eindrucksvoll unter Beweis stellte.
Trauer & Abschied
Der Verstorbene hinterlässt 15 Kinder sowie 14 Enkelkinder. In den sozialen Netzwerken meldeten sich zahlreiche Fans zu Wort, um ihrer Trauer Ausdruck zu verleihen.
und Castros sportliches Vermächtnis zu würdigen.