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Behördenkontrolle

Gasleitung manipuliert: Lokalbesitzerin geht mit Messer auf Polizei los

Gasleitung manipuliert: Lokalbesitzerin geht mit Messer auf Polizei los
FOTO: iStock/Vitaliy Halenov
2 Min. Lesezeit |

Versteckte Gasleitung, gewaltsamer Widerstand: In einem Wiener Lokal eskalierte eine Behördenkontrolle, als fünf Personen die Inspektion eines manipulierten Gaszählers verhindern wollten.

In Wien-Margareten haben Behörden eine illegale Erdgasversorgung aufgedeckt und stillgelegt. Bei einer koordinierten Schwerpunktkontrolle am Donnerstag entdeckten Mitarbeiter der Gruppe Sofortmaßnahmen der Stadt Wien gemeinsam mit Marktamt, Wiener Netzen und Polizei die manipulierte Anlage in einem nicht angemeldeten Gastronomiebetrieb. Im Zuge des Einsatzes wurden fünf Personen festgenommen.

Der Gaszähler war in einem verschlossenen Lagerraum im hinteren Bereich des Lokals versteckt. Die Betreiberin und vier weitere anwesende Personen verweigerten den Einsatzkräften trotz mehrmaliger Aufforderung den Zugang und drohten mit Gewalt. Erst nach dem Öffnen der Tür durch die Feuerwehr konnten die Beamten das Lager betreten.

Gewaltsamer Widerstand

Dabei kam es zu Handgreiflichkeiten gegen die Polizei, was zur Festnahme aller fünf Personen führte. Bei der Lokalbesitzerin wurden zusätzlich zwei Messer sichergestellt. Die Kontrolle bestätigte den ursprünglichen Verdacht: Die Gasleitung war unsachgemäß manipuliert worden, ein rechtsgültiger Gasliefervertrag existierte nicht.

Sicherheitsrisiko entdeckt

Aufgrund dieser Entdeckungen leiteten die zuständigen Behörden Ermittlungsverfahren ein – unter anderem wegen des Verdachts der widerrechtlichen Energienutzung, Gefährdung der öffentlichen Sicherheit sowie diverser Verwaltungsübertretungen. „Hier wurde nicht nur unfair gegenüber Mitbewerbern gewirtschaftet, sondern auch massiv die Sicherheit von Menschen gefährdet“, betonte Walter Hillerer, Leiter der Gruppe Sofortmaßnahmen.

Die Entdeckung erfolgte während einer gemeinsamen Kontrollaktion der Gruppe Sofortmaßnahmen mit Marktamt, Wiener Netzen und Polizei, die am Donnerstag in Margareten durchgeführt wurde.

Zunehmende Problematik in Wien

Der aktuelle Fall ist kein Einzelfall. Allein im ersten Quartal 2025 erfasste die Wiener Polizei bereits acht Fälle von Energiediebstahl durch manipulierte Gas- oder Stromzähler in Gastronomiebetrieben – ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Experten warnen vor den erheblichen Gefahren: Unsachgemäß angebrachte Gasleitungen führen häufig zu undichten Stellen, wodurch akute Explosions- und Brandgefahr besteht, die nicht nur Mitarbeitende und Gäste, sondern auch angrenzende Wohnhäuser massiv gefährden kann.

Laut Stadt Wien zählen Schwerpunktkontrollen in der Gastronomie zu den zentralen Aufgaben der Gruppe Sofortmaßnahmen, um solche lebensbedrohlichen Manipulationen gezielt aufzudecken und rasch zu beseitigen.

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KO KOSMO-Redaktion
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