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Militärreform

Krieger-Ethos statt Defensive“: Trump benennt Pentagon radikal um

Krieger-Ethos statt Defensive“: Trump benennt Pentagon radikal um
FOTO: EPA/AL DRAGO
2 Min. Lesezeit |

Trump will das Pentagon umbenennen – statt „Verteidigung“ soll es künftig „Krieg“ heißen. Die präsidiale Anordnung betont das „Krieger-Ethos“ der US-Streitkräfte.

US-Präsident Donald Trump beabsichtigt, das Verteidigungsministerium wieder in „Kriegsministerium“ umzubenennen. Bereits im vergangenen Monat hatte Trump angedeutet, dass ihm die Bezeichnung „Verteidigung“ zu passiv erscheine. Laut einer Mitteilung des Weißen Hauses wird der Präsident am Freitag eine entsprechende Anordnung unterzeichnen. Diese würde Verteidigungsminister Pete Hegseth ermächtigen, in der offiziellen Kommunikation künftig die Bezeichnungen „Kriegsminister“ und „Kriegsministerium“ zu verwenden.

Verteidigungsminister Pete Hegseth, der als ehemaliger Fox-News-Moderator und Army-Veteran vor seiner Berufung zum Verteidigungsminister kontrovers diskutiert wurde, begründet die Namensänderung mit dem Ziel, das „Krieger-Ethos“ der amerikanischen Streitkräfte stärker hervorzuheben. Die präsidiale Anordnung sieht zudem vor, dass der Minister Empfehlungen für Maßnahmen ausarbeiten soll, um die Umbenennung dauerhaft zu verankern.

Historischer Kontext

Historisch trug das Pentagon bereits bis 1949 die Bezeichnung „Kriegsministerium“, bevor es nach dem Zweiten Weltkrieg durch den National Security Act umbenannt wurde – damals mit der Absicht, im Zeitalter der Atomwaffen die Priorität der Kriegsverhinderung zu betonen. Die Umbenennung war Teil einer umfassenden Reorganisation der US-Sicherheitsarchitektur, bei der auch das Verteidigungsministerium als übergeordnete Institution geschaffen wurde, die verschiedene Teilstreitkräfte unter einem Dach vereinte.

Umsetzungsherausforderungen

Für eine dauerhafte Umbenennung von Bundesministerien ist grundsätzlich die Zustimmung des Kongresses erforderlich, was jedoch angesichts der knappen republikanischen Mehrheit in beiden Kammern als wahrscheinlich gilt. Laut aktuellen Berichten der Wall Street Journal prüft die Trump-Administration parallel alternative Wege zur Umsetzung, falls der Kongress nicht zeitnah zustimmt.

Die Umsetzung dieser Namensänderung dürfte erhebliche finanzielle Folgen haben – Schätzungen gehen von Kosten in Höhe mehrerer hundert Millionen Dollar aus, da weltweit Beschilderungen, Briefköpfe und offizielle Dokumente angepasst werden müssten. Betroffen wären nicht nur die über 800 US-Militärbasen weltweit, sondern auch unzählige Verträge, Gesetztestexte und diplomatische Dokumente.

Die Initiative reiht sich ein in mehrere Umbenennungen von Institutionen und Orten, die Trump seit seinem Amtsantritt im Jänner vorangetrieben hat, darunter die Rückbenennung des Golfs von Mexiko in „Golf von Amerika“ und die geplante Umbenennung des „Denali“ zurück zu „Mount McKinley“.

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KO KOSMO-Redaktion
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