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WIEN-WÄHRING

Musik zu laut: Wiener jagt Mitbewohner mit Messer

(FOTO: iStock/GankaTt)
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In Währing kam es zu einem dramatischen Vorfall, der einmal mehr die Frage aufwirft, wie laut Musik in den eigenen vier Wänden eigentlich sein darf. Ein 54-jähriger Wiener fühlte sich durch die Musik seines Untermieters derart gestört, dass er sofort die Polizei alarmierte.

Wien-Währing: Am Donnerstagnachmittag entwickelte sich aus der anfänglichen Unstimmigkeit ein handfester Konflikt, der das friedliche Zusammenleben der beiden Männer auf eine harte Probe stellte. Der 54-Jährige, der sich durch den Lärmpegel in der gemeinsamen Wohnung zunehmend belästigt fühlte, griff zu einem Küchenmesser und bedrohte seinen 29-jährigen Mitbewohner.

Festnahme

Die Wiener Polizei, alarmiert durch einen Notruf, rückte aus und konnte den aggressiven Mann noch rechtzeitig davon abhalten, seine Drohungen in die Tat umzusetzen. Bei der Festnahme des 54-Jährigen erklärte dieser, dass der unerträgliche Lärmpegel der Auslöser für sein außer Kontrolle geratenes Verhalten gewesen sei. Sein Mitbewohner habe, so der Beschuldigte, im Vorfeld einfach zu laut Musik gehört.

Der Vorfall zieht nun rechtliche Konsequenzen nach sich. Der 54-Jährige wurde wegen des Verdachts der schweren Nötigung vorläufig festgenommen und auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien auf freiem Fuß angezeigt. Gegen ihn wurde ein Betretungs- und Annäherungsverbot sowie ein vorläufiges Waffenverbot ausgesprochen.