Zwei Songs, zwei Sängerinnen, eine Empfängerin – und dahinter stecken Geschichten, die jahrelang unerzählt blieben.
Dass ein Song, der für eine Sängerin geschrieben wurde, am Ende bei einer anderen landet – das ist in der Musikbranche keine Seltenheit. Doch manchmal stecken dahinter Geschichten, die erst Jahrzehnte später ans Licht kommen.
Songwriter Aleksandar Milic Mili hat nun im Podcast „Vostkast“ erzählt, dass der Hit „Vreteno“ – der nach rund 30 Jahren auf Musikplattformen wieder zu den meistgespielten Nummern zählt – ursprünglich für Jelena Karleuca bestimmt war. Letztlich erschien das Stück jedoch auf einem Album von Svetlana Ceca Raznatovic.
Milic entschuldigt sich
Milic entschuldigte sich bei Karleuca persönlich und versprach ihr als Ausgleich eine Ballade, die sie ein Leben lang begleiten würde. Was folgte, war „Ko ovu dramu rezira“ – heute eine ihrer bekanntesten und meistgeschätzten Nummern. Beim Komponieren, betonte Milic, denke er grundsätzlich nie an eine bestimmte Interpretin, sondern ausschließlich an das Werk selbst.
Seine Aufgabe sehe er darin, Kunst und Kommerz so zu verbinden, dass der Markt vorangebracht werde – ohne Scheuklappen in Richtung eines bestimmten Namens.
Maja Nikolics Erfahrung
Eine ähnliche Geschichte erzählte Sängerin Maja Nikolic in der Sendung „Stars specijal“. Auch sie hatte einst einen Song bezahlt, der ihr auf den Leib geschrieben schien – „Tacno je“ –, nur um ihn schließlich in Cecas Diskografie wiederzufinden. Nikolic wandte sich daraufhin an Textautorin Marina Tucakovic, um Klarheit zu bekommen, und erfuhr, dass Ceca das Lied schlicht für sich beansprucht hatte.
Die Enttäuschung saß tief, denn der Song hätte perfekt zu ihrem Stil gepasst. Dennoch fand das Verhältnis zwischen den beiden Sängerinnen mit der Zeit wieder zu einer positiven Basis –
Ceca stand Nikolic in schwierigen persönlichen Phasen sogar zur Seite.