Keine Artikel gefunden
Versuche einen anderen Suchbegriff
Ultimatum

Streit um Luftverkehrssteuer: Ryanair setzt Österreich Frist

Streit um Luftverkehrssteuer: Ryanair setzt Österreich Frist
(FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Ein Ultimatum, eine Milliarde Dollar und ein harter Countdown bis Mai: Ryanair macht Österreich unmissverständlich klar, was auf dem Spiel steht.

Ryanair erhöht im Konflikt um die österreichische Luftverkehrssteuer den Druck auf die Bundesregierung und hat nun ein konkretes Ultimatum gestellt: Bis zum 1. Mai müsse die Abgabe in Höhe von 12 Euro je Passagier vollständig gestrichen werden, teilte die Fluggesellschaft am Montag mit. Nur unter dieser Bedingung werde der bereits im vergangenen Herbst angekündigte Investitionsplan über eine Milliarde US-Dollar (rund 868,3 Millionen Euro) realisiert und die Stationierung von zehn neuen Flugzeugen am Standort Wien-Schwechat umgesetzt.

Wachsender Kostendruck

Europas größter Billigflieger drängt schon seit geraumer Zeit auf eine Senkung der Betriebskosten in Österreich und hat die Luftverkehrssteuer wiederholt öffentlich zum Thema gemacht. Im Herbst des vergangenen Jahres hatte das Unternehmen sein Angebot am Flughafen Wien-Schwechat als Druckmittel bereits spürbar reduziert. Auch andere Carrier haben zuletzt auf die vergleichsweise hohen Kosten am Standort hingewiesen – so gab die ungarische Billigfluglinie Wizz Air ihre Wiener Basis im März nach eigenen Angaben aufgrund gestiegener Gebühren und Betriebskosten auf.

Ryanair-Manager Andreas Gruber übte scharfe Kritik daran, dass die Regierung die Abgabe lediglich prüfe, anstatt sie – wie bereits mehrere andere europäische Länder – ersatzlos abzuschaffen. Die Airline ist dafür bekannt, Auseinandersetzungen mit Regierungen und Flughafenbetreibern gezielt in der Öffentlichkeit auszutragen, um an ihren Standorten Kostensenkungen durchzusetzen.

Unabhängiger Journalismus braucht Unterstützung

Guter Journalismus entsteht nicht nebenbei. Gründliche Recherche, sorgfältige Faktenprüfung und eine kritische Einordnung brauchen Zeit, Erfahrung und Ressourcen. Damit wir weiterhin unabhängig berichten können – frei von politischem oder wirtschaftlichem Einfluss – sind wir auf deine Unterstützung angewiesen.

Hilf mit, unabhängigen Journalismus zu sichern.
KO KOSMO-Redaktion
Teilen