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CORONAMASSNAHMEN

Normalität kehrt ein: Schulbeginn wie vor der Pandemie?

Kosmo-Schule
(FOTO: iStockphoto/FamVeld, WikiMedia/Peter Gugerell)

Der Schulbeginn steht vor der Tür, und laut derzeit verfügbaren Informationen sollte er wie vor der Pandemie werden. Die konkrete Regelung des Schulalltags wird erst nächste Woche bekanntgegeben, derzeit sieht es aber so aus, als würden Lehrer und Schüler keine Coronatests oder Masken benötigen.

Diese Schutzmaßnahmen sind laut Variantenmanagementplan (VMP) der Bundesregierung erst beim Eintritt des dritten Szenarios („Ungünstiger Fall“) vorgesehen, teilte das Bildungsministerium am Mittwoch mit. Derzeit erfolgen die letzten Abstimmungen mit dem Gesundheitsministerium, und die endgültige Entscheidung wird bis zur Frist am Montag getroffen. Grundsätzlich „gilt der Variantenmanagementplan“, heißt es aus dem Bildungsministerium.

Der Beginn des heurigen Schuljahres wird höchstwahrscheinlich wie vor der Pandemie ablaufen. Der wichtigste Grundsatz im Bildungsbereich ist ein Leben mit Covid-19, heißt es im Dokument der Bundesregierung. Einschränkungen sollen auf das nötige Minimum beschränkt und mit geltenden Vorschriften in anderen Lebensbereichen abgestimmt werden.

Der Variantenmanagementplan regelt die weitere Vorgangsweise mit vier verschiedenen Szenarien. Das Gesundheitsministerium geht derzeit vom zweiten Szenario aus, bei dem mit einer langfristigen Abschwächung der Pandemie und Infektionswellen in Herbst und Winter 2022/2023 gerechnet wird, die mit den letzten Omikron-Wellen vergleichbar sind. In den Schulen sollen nur Antigen-Schnelltests oder zeitlich beschränkte Maskenpflicht am Sitzplatz zum Einsatz kommen.

Laut dem Bildungsministerium können Länder keine strengeren Maßnahmen als die auf Bundesebene vorgesehenen einführen, sondern höchstens Empfehlungen an Schüler und Lehrer aussprechen, die kostenlosen Testmöglichkeiten (fünf PCR und fünf Antigentests pro Monat) zu nutzen.

(Foto: iStock/romrodinka)

Regelmäßige PRC-Tests (einmal im Monat) sind im Variantenmanagementplan nur beim Übergang ins dritte Szenario mit anhaltender Pandemie und neuen, besorgniserregenden Virusvarianten vorgesehen. Beim dritten Szenario gibt es auch eine allgemeine Maskenpflicht außerhalb des Klassenraums. In allen Schulstufen außer der Volksschule kann auch im Klassenraum eine zeitlich beschränkte Maskenpflicht gelten. Besonders gefährdete Kinder und Jugendliche dürfen während dieser Phase bei Vorlage einer ärztlichen Bestätigung vom Unterricht fernbleiben.

Im vierten Szenario (“Sehr ungünstiger Fall”: Hohe Infektionswelle mit einer Zunahme schwerer Erkrankungen und Hospitalisierungen), ist in der Unterstufe ein Mund-Nasen-Schutz, in der Oberstufe die FFP2-Maskenpflicht vorgesehen. Mehrtätige Schulveranstaltungen mit Übernachtung müssen abgesagt bzw. abgebrochen werden.

Verpflichtende PCR-Schultests sind im Osten Österreichs im kommenden Schuljahr nicht möglich. Das ist auf Verzögerungen im Ausschreibungsverfahren nach der Beschwerde eines Mitbewerbers zurückzuführen. Die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts ist noch ausständig, danach haben die Labors 20 Tage Zeit, die Tests zuzustellen.

Das neue Schuljahr beginnt in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland bereits am 5. September, während die westlichen Bundesländer eine Woche später dran sind. Falls Schulen in ihrer Hausordnung Tests vorsehen, dann können laut Bildungsministerium nur Antigentests zum Einsatz kommen.

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