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Österreich: Mehr Serbinnen als Türkinnen arbeitslos

(FOTOS: iStockphotos)

Wie aktuelle Zahlen des Bundesministeriums für Arbeit zeigen, gab es im August mehr Arbeitslose aus Serbien, als aus der Türkei in Österreich. Es gibt auch geschlechtsspezifische Unterschiede.  

Am heutigen Dienstag verkündeten Bundeskanzler Sebastian Kurz und Arbeitsminister Martin Kocher erfreut, dass die Arbeitslosenzahlen in Österreich erstmals seit Beginn der Corona-Krise unter das Vorkrisenniveau von 2019 gesunken sind. Derzeit seien 268.028 Personen arbeitslos gemeldet. Während das durchaus erfreuliche Nachrichten sind, machte der Österreichische Integrationsfonds (ÖIF) KOSMO auf eine andere Entwicklung aufmerksam: Laut aktuellen Zahlen des Bundesministeriums für Arbeit vom August, sind in Österreich aktuell mehr Serben (23,7) als Türken (15,2) arbeitslos (Quelle: BaliWeb). Diese beiden gehören nach den Deutschen zu den zwei größten Migrantengruppen in Österreich.

Mehr Serbinnen und Serben als Türkinnen und Türken arbeitslos
Die Zahlen des Bundesministeriums für Arbeit, die auf BaliWeb veröffentlicht wurden, listen die Arbeitslosenquoten nach Staatsangehörigkeit für August 2021 auf. Laut den aktuellen Daten waren im vergangenen Monat 15,2 Prozent der türkischen Staatsbürger in Österreich arbeitslos. Demgegenüber waren es 23,7 Prozent der Serben. Das bedeutet, dass fast jeder vierte Serbe in Österreich arbeitslos ist. In Bezug auf das Geschlecht waren in beiden Gruppen mehr Frauen als Männer arbeitslos. 20,6 Prozent Türkinnen und 24,7 Prozent Serbinnen. Bei den Männern waren es 12,1 Prozent Türken und 22,9 Serben.

Gesamtzahl Arbeitsloser: Mehr Männer als Frauen
Arbeitsminister Martin Kocher verkündete heute, dass aktuell in Österreich 268.028 Personen arbeitslos gemeldet sind. Im August waren es laut einer offiziellen Statistik des AMS 286.277 Personen. Davon waren 139.650 Frauen arbeitslos, 146.627 waren Männer. Auch in Bezug auf die Herkunft waren im August mehr ÖsterreicherInnen (146.627) arbeitslos gemeldet, als Ausländer (93.522).  

2020: Arbeitslosigkeit bei Personen mit Migrationshintergrund stärker
Im Juni diesen Jahres präsentierte Integrationsministerin Susanne Raab (ÖVP) einen Bericht, wonach die Arbeitslosigkeit bei Personen mit Migrationshintergrund von 2019 auf 2020 stärker anstieg, als bei autochthonen ÖsterreicherInnen. Laut den von Statistik-Austria-Chef Tobias Thomas präsentierten Zahlen stieg die Arbeitslosenrate bei Österreicherinnen und Österreichern von 2019 auf 2020 von 6,4 auf 8,4 Prozent, jene von Personen mit Migrationshintergrund von 10,8 auf 15,3 Prozent.