„Opfer nicht attraktiv genug“ – Vergewaltiger freigesprochen!

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„Opfer nicht attraktiv genug“ – Vergewaltiger freigesprochen!

2004
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Weil eine junge Frau „zu männlich aussehe“, wurden ihre mutmaßlichen Vergewaltiger von einem italienischen Richter freigesprochen. Es sei unwahrscheinlich, dass die Frau Opfer einer Vergewaltigung wurde, da sie nicht attraktiv sei.

Das Gericht von Ancona (Italien), hat entschieden die vermeintlichen Vergewaltiger einer jungen Frau freizusprechen, da man sich nicht vorstellen konnte, dass die Täter jemanden vergewaltigen würden, „der so unattraktiv ist“. So behauptete man vor Gericht, dass das mutmaßliche Opfer zu männlich aussehe, um auch nur an eine Vergewaltigung zu denken.

Dem Gericht zufolge sei es denkbar, dass das mutmaßliche Opfer, eine 22-jährige Peruanerin, die Männer selbst zu sexuellen Handlungen gedrängt habe.

Bereits im März 2015 brachte die junge Frau die Vergewaltigung zur Anzeige. Sie sei im Krankenhaus von einem 24-jährigen Freund vergewaltigt worden, während ein anderer Wache stand. Die Männer hätten sie unter Drogen gesetzt. Die beiden Täter erhielten drei und fünf Jahre Haft, doch ein Jahr später wurde das Urteil aufgehoben.

Die damaligen Angeklagten wurden 2017 entlastet, da der Vergewaltiger das Opfer unter „Nina Wikinger“ eingespeichert hatte, was laut Verteidiger gezeigt haben soll, dass kein sexuelles Interesse an ihr bestünde.

Der Fall der jungen Frau sorgt derzeit weltweit für Aufsehen. Kommenden Montag soll vor dem Gericht in Ancona ein spontaner Flashmob stattfinden. Zudem haben mehrere feministische Netzwerke zu Protesten aufgerufen.

Luisa Rizzitelli, Aktivistin und Initiatorin des Flashmobs erklärt die Entscheidung des Gerichts für „mittelalterlich“. Das Schlimmste daran sei, dass die drei Richterinnen weiblich gewesen seien.

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