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Missbrauchsnetzwerk

Sieben Festnahmen: Mehrere Kinder in Bunker missbraucht – weitere Opfer befürchtet

Sieben Festnahmen: Mehrere Kinder in Bunker missbraucht – weitere Opfer befürchtet
FOTO: iStock/MattGush/Bibb County Sheriff's Office
3 Min. Lesezeit |

Ein unterirdischer Bunker, zehn minderjährige Opfer und ein Netzwerk von Tätern – in Alabama decken Ermittler einen erschütternden Fall organisierten Kindesmissbrauchs auf.

In den USA untersuchen Behörden einen Fall organisierten Kindesmissbrauchs mit mehreren Opfern. Laut Staatsanwalt Robert Turner Jr. soll eine Gruppe mutmaßlicher Sexualstraftäter über längere Zeit im Bezirk Bibb County im US-Bundesstaat Alabama aktiv gewesen sein. Die Ermittler haben bislang sieben Verdächtige festgenommen, darunter auch Eltern einiger Opfer. Erste Anklagen wurden bereits erhoben. Sheriff Wade äußerte die Befürchtung: „Leider befürchte ich, dass es noch mehr Opfer und noch deutlich mehr Verdächtige geben wird.“

In den vergangenen Tagen wurden weitere Einzelheiten bekannt. Die minderjährigen Opfer wurden zeitweise in einem teilweise unterirdischen Bunker festgehalten, der eigentlich als Schutzraum bei Unwettern konzipiert war, wie Sheriff Jody Wade aus Bibb County erklärte. Bisher konnten die Ermittler zehn Opfer im Alter zwischen drei und fünfzehn Jahren identifizieren.

📍 Ort des Geschehens

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Organisiertes Netzwerk

Den Beschuldigten werden verschiedene schwere Straftaten zur Last gelegt, darunter Vergewaltigung, sexueller Missbrauch von Kindern, Menschenhandel und Folter. Sheriff Wade betonte, dass erhebliche Geldsummen im Spiel waren. Die Verdächtigen hätten ein Netzwerk betrieben und unter anderem über Online-Plattformen agiert. „Manchmal konnten sie bis zu 1.000 Dollar pro Nacht verdienen“, erklärte der Sheriff.

Nach Informationen amerikanischer Medien laufen die Ermittlungen erst seit Februar 2025, nachdem ein Hinweis auf möglichen Kindesmissbrauch im Zusammenhang mit einem unterirdischen Bunker bei Brent, Alabama, eingegangen war. Trotz der Schwere und Dauer der Taten blieb das Netzwerk zuvor unentdeckt. Laut Behörden nutzten die Täter gezielt verschlüsselte Online-Plattformen, um Kontakte zu knüpfen und ihre Aktivitäten zu verschleiern.

Jahrelanger Missbrauch

Nach Angaben von Wade begannen die Missbrauchsfälle vermutlich im Jahr 2022 und erstreckten sich über mehrere Jahre. Er beschrieb ansatzweise die grausamen Umstände, unter denen die Kinder gefangen gehalten wurden. Sie wurden unter Drogen gesetzt und dann an ein Bett oder einen Stuhl gefesselt.

„Ich bin seit 33 Jahren im Polizeidienst – und das ist mit Abstand das Schrecklichste, was ich je im Bereich der Misshandlung von Kindern gesehen habe“, sagte Wade. „Ich weiß, dass Gottes Vergebung grenzenlos ist, aber wenn es eine Grenze gibt, dann haben wir sie erreicht“, sagte er.

Die Aufdeckung des Falls wurde zusätzlich erschwert, da einige der Verdächtigen familiär mit den Opfern verbunden waren. Die minderjährigen Opfer wurden nach Bekanntwerden des Falls umgehend aus dem Umfeld der Verdächtigen entfernt und befinden sich nun in der Obhut der zuständigen Kinderschutzbehörde von Alabama. Sie erhalten laut Sheriff Wade bereits psychologische Betreuung und Unterstützung durch spezialisierte Beratungsstellen. „Ich hoffe, dass die jüngeren Kinder einiges davon nur noch verschwommen in Erinnerung behalten.“

„Einige der älteren Kinder werden ihr Leben lang darunter leiden“, sagte er. „Man kann das nicht heilen, aber man kann so gut wie möglich weitermachen.“

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KO KOSMO-Redaktion
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