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Gewaltverbrechen

Axt, Benzin, Feuer: Priester gesteht grausamen Mord an Obdachlosem

Axt, Benzin, Feuer: Priester gesteht grausamen Mord an Obdachlosem
FOTO: iStock/Photoboyko
2 Min. Lesezeit |

Ein 60-jähriger katholischer Priester in Polen hat nach Informationen der Staatsanwaltschaft die Tötung eines Mannes eingeräumt. Die Ermittlungsbehörde in Radom verfolgt den Fall als Mordverdacht mit besonderer Grausamkeit, wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft gegenüber der Nachrichtenagentur PAP (Polnische Presseagentur) erklärte. Die Beantragung eines Haftbefehls stand unmittelbar bevor.

Die Festnahme des Gemeindevorstehers erfolgte am Freitag, nachdem ein Zeuge das Fahrzeug des Geistlichen am Tatort gesichtet hatte. Das 68-jährige Opfer, ein Mann ohne festen Wohnsitz, wurde am Donnerstagabend mit schweren Verletzungen und in Flammen stehend auf einer Straße nahe der Ortschaft Chynow südlich von Warschau entdeckt. Der Mann erlag später seinen Brandverletzungen, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte.

📍 Ort des Geschehens

Brutale Tatausführung

Laut Ermittlungserkenntnissen kam es während einer gemeinsamen Autofahrt zum Streit zwischen dem Priester und dem Opfer. Der Geistliche schlug dem Mann mit einer Axt auf den Kopf, übergoss ihn mit Benzin und setzte ihn in Brand.

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Immobilien-Konflikt

Als Hintergrund der Tat nannte die Behörde eine Immobilientransaktion: Der Obdachlose hatte dem Priester ein Grundstück überschrieben. Im Gegenzug sollte der Geistliche dem Mann eine Wohnung besorgen und lebenslange Versorgung gewährleisten.

Der tödliche Konflikt drehte sich nach Angaben des Priesters um die künftige Wohnsituation des Opfers.

Kirchliche und rechtliche Konsequenzen

Nach Medienberichten wurde eine kirchenrechtliche Suspendierung des Priesters unmittelbar nach der Festnahme eingeleitet, wie es in vergleichbaren Fällen üblich ist. Eine offizielle Stellungnahme der polnischen Bischofskonferenz oder des Vatikans liegt bislang nicht vor.

In Polen wurden in der Vergangenheit Immobiliengeschäfte mit sozial benachteiligten Personen mehrfach gerichtlich angefochten. Gerichte erklärten solche Verträge in einigen Fällen wegen Sittenwidrigkeit oder Ausnutzung einer Notlage für nichtig, wenn eine deutliche Benachteiligung der Betroffenen nachgewiesen werden konnte. Für den Mordverdacht mit besonderer Grausamkeit drohen nach polnischem Strafrecht erhebliche Konsequenzen.

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KO KOSMO-Redaktion
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