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Ukraine

Raketen auf Kyjiw: Selenskyj warnt vor nächstem Großangriff

Raketen auf Kyjiw: Selenskyj warnt vor nächstem Großangriff
FOTO: EPA/SERGEY DOLZHENKO
2 Min. Lesezeit |

Raketen auf Kyjiw, ein beschädigtes Konsulat und eine neue Warnung aus dem Kreml – der Krieg eskaliert, während Diplomaten verhandeln.

Russische Raketenangriffe auf die Region Kyjiw haben nach Angaben der ukrainischen Behörden mindestens zehn Menschen das Leben gekostet und rund 100 weitere verletzt. Unter den Zielen befand sich eine Rüstungsmesse, auf der Vertreter der ukrainischen Verteidigungsindustrie zusammengekommen waren. In der Stadt Slowjansk kamen bei Lenkbombenangriffen weitere fünf Personen ums Leben.

Lettlands Außenminister bestätigte zudem, dass das lettische Konsulat in Slowjansk bei den Angriffen beschädigt wurde. EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas meldete sich in einer Erklärung auf sozialen Medien zu Wort. Der Angriff auf das Konsulat „unterstreicht Moskaus völlige Missachtung des Völkerrechts“, schrieb sie.

Selenskyjs Warnung

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj warnte daraufhin vor einem erneuten massiven russischen Angriff, der bereits in den nächsten 48 Stunden bevorstehen könnte. In einem Beitrag auf der Plattform X verwies Selenskyj auf Geheimdienstinformationen, wonach Moskau „Raketen in Stellung gebracht“ habe. „Bitte passt auf euch auf und achtet auf die Luftalarm-Sirenen“, schrieb er.

Lawrow trifft Rubio

Bereits zu Beginn der Woche war es am Rande des ASEAN-Außenministertreffens auf den Philippinen zu einem Gespräch zwischen dem russischen Außenminister Sergej Lawrow und US-Außenminister Marco Rubio gekommen. Nach Angaben des Kremls nutzte Lawrow das Treffen, um Washington vor weiteren Waffenlieferungen an Kyjiw zu warnen. „Lawrow informierte seinen amerikanischen Amtskollegen über die aktuelle Lage entlang der Frontlinie und betonte, es sei inakzeptabel, das Kyjiwer Regime weiter aufzurüsten“, hieß es in einer Erklärung des russischen Außenministeriums.

Rubio bezeichnete das Gespräch gegenüber Journalisten als „gut“ und „offen“, wollte jedoch keine näheren Einzelheiten preisgeben. „Wir verkaufen Waffen über PURL, eine Initiative, die wir über die NATO organisiert haben, und darum geht es bei unserem Engagement. Unsere Politik hat sich in dieser Hinsicht nicht geändert„, sagte er. Er ergänzte: „Wir wollen ein Friedensabkommen. Wir wollen, dass der Krieg endet.“

Für die kommende Woche ist ein Treffen Selenskyjs mit US-Präsident Donald Trump in Washington geplant. Selenskyj gab am Mittwoch bekannt, er habe mit dem US-Sondergesandten Steve Witkoff sowie Jared Kushner, dem Schwiegersohn Trumps, gesprochen. „Ein gutes und wichtiges Gespräch darüber, wie wir die Diplomatie beleben und den Frieden näherbringen können“, sagte er.

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KO KOSMO-Redaktion
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