Eine 16-Jährige verletzte in Wien eine Polizeibeamtin durch einen Biss in den Unterarm. Der Vorfall ereignete sich während eines Einsatzes in der Burggasse in Wien-Neubau. Die Beamtin musste medizinisch versorgt werden, konnte jedoch anschließend ihren Dienst fortsetzen.
Polizeikräfte waren in der Nacht zum Freitag alarmiert worden, nachdem die Jugendliche dort lautstark randaliert und ein aggressives Verhalten an den Tag gelegt hatte, wie Polizeisprecher Markus Dittrich am Samstag mitteilte.
Eskalierter Einsatz
„Polizisten der Polizeiinspektion Stiftgasse versuchten, die junge Frau zu beruhigen. Da dies nicht gelang und eine mögliche Eigen- oder Fremdgefährdung nicht ausgeschlossen werden konnte, hielten sie die 16-Jährige an„, schilderte der Sprecher. Dabei trug die Polizistin die Bisswunde davon.
Nach der vorläufigen Festnahme der Jugendlichen folgte eine Einvernahme, bei der sie keine plausible Begründung für ihr Verhalten liefern konnte.
Die Staatsanwaltschaft Wien entschied daraufhin, die 16-Jährige auf freiem Fuß anzuzeigen.
Übergriffe auf Polizeibeamte nehmen zu
Der Vorfall reiht sich in eine Entwicklung ein, die den Wiener Polizeibehörden zunehmend Sorge bereitet. Laut aktuellen Polizeiberichten ist die Zahl der Übergriffe auf Beamte in Wien in den vergangenen Monaten auf einem konstant hohen Niveau geblieben. Besonders auffällig: Immer wieder sind jugendliche Tatverdächtige in solche Vorfälle verwickelt.
Als Reaktion darauf setzt die Wiener Polizei verstärkt auf Deeskalationstrainings für ihre Einsatzkräfte sowie auf Präventionsprogramme an Schulen. Diese sollen das Risiko von Gewaltvorfällen reduzieren und bei Jugendlichen das Bewusstsein für die rechtlichen und persönlichen Folgen solcher Handlungen schärfen.
📍 Ort des Geschehens