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Hinrichtungsversuch

Hinrichtung überlebt: Christa Pike ist wach und kann wieder sprechen

Hinrichtung überlebt: Christa Pike ist wach und kann wieder sprechen
(Symbolbild FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Eine Hinrichtung, die scheitert – und eine Verurteilte, die überlebt. Der Fall Christa Pike schreibt gerade Geschichte.

Nach dem gescheiterten Hinrichtungsversuch im US-Bundesstaat Tennessee wird Christa Pike weiterhin in einem Krankenhaus behandelt. Die genaue Klinik wurde nicht öffentlich genannt. Die 50-Jährige ist inzwischen wieder bei Bewusstsein, kann sprechen und benötigt weiterhin intensivmedizinische Betreuung. Ihre Anwälte bezeichnen die bisherige Erholung als „medizinisch beispiellos“, betonen jedoch, dass ihre Prognose weiterhin unklar sei und eine lange Genesungsphase bevorstehe.

Außergewöhnliche Erholung

Pikes Anwälte äußerten sich zum aktuellen Zustand ihrer Mandantin mit den Worten: „Entgegen aller Erwartungen ist sie bei Bewusstsein, spricht und wird weiterhin intensivmedizinisch versorgt.“ Gleichzeitig betonten sie: „Ihre Genesung ist medizinisch beispiellos.“

Prof. Dr. Joel Zivot, Narkosearzt und Berater des Anwaltsteams, bestätigte die Fortschritte, mahnte jedoch zur Vorsicht: „Sie liegt noch immer auf der Intensivstation“, und ergänzte, dass sie „sich so weit erholt hat, dass sie nicht mehr beatmet werden muss und sprechen kann.“ Trotz dieser Entwicklungen bestünden nach Einschätzung Zivots weiterhin ernsthafte gesundheitliche Risiken.

Gescheiterter Eingriff

Christa Pike wurde 1996 wegen des Mordes an der damals 19-jährigen Colleen Slemmer zum Tode verurteilt. Der Hinrichtungsversuch mit der Giftspritze begann am Abend des 30. September gegen 19:30 Uhr. Pike wäre damit die erste Frau seit mehr als 200 Jahren gewesen, die vom Bundesstaat Tennessee hingerichtet worden wäre. Die Exekution scheiterte jedoch, obwohl ihr zwei Dosen Pentobarbital verabreicht wurden.

Warum die Hinrichtung scheiterte, ist noch Gegenstand von Untersuchungen. Pike erhielt zwei Dosen Pentobarbital, überlebte jedoch. Ihre Anwälte und medizinische Experten vermuten Probleme mit den intravenösen Zugängen: Das Mittel könnte teilweise in das umliegende Gewebe statt in die Blutbahn gelangt sein und dadurch schwere Verletzungen an ihren Armen verursacht haben. Der Bundesstaat Tennessee erklärte dagegen zunächst, das vorgeschriebene Hinrichtungsprotokoll vollständig eingehalten zu haben.

Pike hatte zuvor auch alternative Hinrichtungsmethoden wie Erschießung oder Erhängen gefordert. Separat davon bat sie aufgrund ihrer Vorgeschichte sexuellen Missbrauchs darum, dass bei der Hinrichtung möglichst ein ausschließlich weibliches Team eingesetzt werde.

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KO KOSMO-Redaktion
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